Der EXIT vom BREXIT (3)

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 von Guido Grandt

„Morde, Drohungen, Geheimdienste – Wie weit geht das EU-Establishment?“

Dieser Artikel ist Teil einer Serie. Klicken Sie HIER um zu Teil 1 zu gelangen!

Das EU-Establishment schlägt zurück! Nach dem die Brexit-Befürworter knapp aber mehrheitlich gewonnen haben, versuchen die Eurokraten das Rad wieder zurückzudrehen. Ich habe Ihnen bereits im 1. Teil dieser Content-Reihe aufgezeigt, mit welchen „schmutzigen“ Tricks das gelingen soll.

Ebenso, dass die Galionsfiguren des Brexit, Boris Johnson und Nigel Farage plötzlich zurückgetreten sind und dafür heftig von EU-Politikern beschimpft wurden. Guy Verhofstadt, der Vorsitzende der liberalen Fraktion, hetzte sogar mit einem unsäglichen NS-Vergleich, in dem er die Brexit-Befürworter mit „Ratten“ verglich.

Letztlich sind keine Mittel zu schade, um doch noch einen Exit vom Brexit zu erreichen.

Vergiftetes Klima: Der feige Mord an Jo Cox

Der „Wahlkampf“ um das Brexit-Referendum war hart und oft unter der Gürtellinie geführt worden. Ohne Rücksicht auf Verluste. Und das von allen Seiten. Schließlich ging um viel: Um den Verbleib oder den Austritt aus der EU samt den Milliardenschweren Folgen.

Der hinterhältige und feige Mord an der Labour Party-Politikerin Helen Joanne „Jo“ Cox zeigt, wie weit Hass und Wut gehen können, wenn eine politische Debatte außer Kontrolle gerät. Am 16. Juni 2016 wurde die Brexit-Gegnerin im Vorfeld des Referendums in Birstall (West Yorkshire) auf offener Straße angeschossen und niedergestochen. Stunden später erlag sie ihren schweren Verletzungen.

Augenzeugen berichteten, dass der Täter Thomas Mair bei dem Attentat „Britannien zuerst“ rief. Nach dieser grausigen Tat kippte die Stimmung im Land. Allerdings nicht so weit, dass sie hätte den Brexit verhindern können.

 „Blaupause“ des Cox-Attentats: Die Ermordung von Anna Lindh

Eine ähnliche Bluttat – von den Massenmedien weitgehend vergessen – gab es in Schweden: Am 10. September 2003 wurde Außenministerin Anna Lindh in einem Stockholmer Kaufhaus von einem Mann mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Kurz darauf starb sie. Bei dem Täter handelte es sich um

Mijailo Mijailović, einem Schweden serbischer Abstammung.

Das Attentat geschah kurz vor einem Referendum über Schwedens Einstieg in die Eurozone. Anna Lindh galt nicht nur als eifrige Befürworterin hinsichtlich der Einführung des Euro in Schweden, sondern trat auch für palästinensische Flüchtlingslager ein. Ebenso scheute sie sich nicht davor, den Krieg gegen den Irak als Völkerrechtsbruch zu bezeichnen. Nach ihrer Ermordung wurde die Pro-Euro-Kampagne faktisch eingestellt. In der Folge lehnten die Schweden mehrheitlich die europäische Einheitswährung ab.

Cox und Lindh-Täter: Verblüffende „Übereinstimmungen“

 Nicht nur Cox-Attentäter Thomas Mair, sondern auch Lindh-Mörder Mijailo Mijailović werden Kontakte in die rechtsextreme Szene nachgesagt. Beide galten zunächst als „wirr“ und wurden psychiatrisch untersucht.

Ein britischer Kollege erklärte mir, dass wenn der Geisteszustand der Täter offiziell nicht angezweifelt worden wäre, man damit Verschwörungstheorien noch mehr befeuert hätte. Diese besagen nämlich, dass die Attentate in Schweden und England ausgeführt wurden, um eine bestehende Stimmung im letzten Moment noch „umzulenken“.

 „Dunkelmänner“ im Hintergrund?

Nach dem Mord an Jo Cox schrieb die schwedische Kolumnistin Annika Ström Melin in der Tageszeitung Dagens Nyheter: „Nicht nur Schweden und das Vereinigte Königreich, sondern alle Länder, die ihre Bürger zu polarisierenden Referenden drängen, sollten jetzt lernen, was für  verworrene und dunkle Kräfte in Bewegung kommen können, wenn die Menschen denken, dass die Ehre und die Zukunft der Nation aufs Spiel gesetzt werden.“

Seltsamerweise sprach keine andere als Queen Elizabeth II. im Zusammenhang mit dem „Unfalltod“ von Lady Di(ana) am 31. August 1997 in Paris, von ebendiesen mysteriösen oder dunklen „Kräften im Hintergrund“. Und selbst die Princess of Wales sprach immer wieder von den „unbekannten, grauen Herren aus dem Palast“, die sie beschatteten und abhörten. Damit sollte sie tragischer weise auch Recht behalten.

Damit gemeint sind die „Dunkelmänner“, die im Hintergrund agieren. Völlig rechtsfrei, unantastbar, gedeckt durch schützende Hände mächtiger Politiker oder Sicherheitsdienstler. Diese heimlichen Beschützer des Establishments werden gebraucht, um das System „sauber“ zu halten. Um die unbequeme „Drecksarbeit“ zu erledigen. Sie dienen oftmals verschiedenen Geheimdiensten zugleich, werden von ihnen gelenkt, vorgeschickt, um „unliebsam“ gewordene Personen zu eliminieren, zu behindern, zu diskreditieren oder zu kompromittieren. Kurz gesagt, Komplotte zu inszenieren, um damit nicht nur Ermittlungen in die falsche Richtung zu lenken, sondern auch die öffentliche Meinung.

Das hat nichts mit kruden Verschwörungstheorien zu tun, denn genau darüber haben Ex-Agenten in vielen Enthüllungsbüchern berichtet. Auch bei den Attentaten auf US-Präsident John F. Kennedy und dem farbigen Bürgerrechtler Martin Luther King stellte sich erst Jahrzehnte später heraus, dass es sich nicht nur um einzelne und/oder verwirrte Täter gehandelt hat. Inzwischen ist sogar von der Beteiligung der CIA die Rede. Vorher galt das alles als pure Verschwörungstheorie.

Wurden Cox und Lindh Opfer von Geheimdienstoperationen?

Sogenannte „Verschwörungstheoretiker“ sind fest davon überzeugt, dass sowohl beim Attentat auf Lindh als auch auf Cox verdeckte Geheimdienstoperationen durchgeführt wurden. Das Ziel sei es gewesen, damit die öffentliche Meinung in die gewollte Richtung zu lenken. Im Fall von Jo Cox sollten die Briten gegen einen EU-Austritt stimmen.

Alles nur dummes Zeug? Oder ist etwas Wahres daran?

Über „Dunkelmänner“, Geheimdienste und Terroristen

In diesem Zusammenhang möchte ich an die Gladio oder Stay behind-Aktionen erinnern, die während des Kalten Krieges durchgeführt wurden. Dabei unterhielten die NATO, die CIA, der britische MI6 und andere europäische Geheimdienste paramilitärische Geheimorganisationen in ganz Westeuropa. Und das ohne jegliche parlamentarische Kontrolle.

Im Falle einer sowjetischen Invasion sollten diese Gruppen sozusagen hinter den Linien einen Guerillakrieg führen. Dabei bedienten sich die Geheimdienste für ihre eigenen Interessen und zur Erzwingung politischer Entscheidungen auch rechtsradikaler Mitglieder und Mitläufer, die Terrorakte verrichteten. Einer der schrecklichsten fand im August 1980 auf den Bahnhof von Bologna statt. Bei dem verheerenden Anschlag durch eine Autobombe wurden 85 Menschen getötet, mehr als 200 verletzt. Darunter viele Frauen und Kinder. Erst viele Jahre später führten die Spuren zu Gladio und seinen rechtsradikalen Hintermännern.

Kurzum: Nichts ist im politischen und geheimdienstlichen Ränkespiel unmöglich! Vielleicht erfahren wir in ein paar Jahren die tatsächlichen Hintergründe des Attentats auf Jo Cox kurz vor dem Brexit-Referendum. Bis dahin zählen allerdings nur die bisher vorliegenden Fakten.

Wurden die Galionsfiguren des Brexit absichtlich ins „Aus“ gestellt?

 Zurück zu den Brexit-Führern Boris Johnson und Nigel Farage. Der ehemalige UKIP-Vorsitzende, der wie kein anderer die Defizite innerhalb der EU angeprangert hat, erklärte bei seinem Abgang: „Während des Referendum sagte ich, ich will mein Land zurück … jetzt will ich mein Leben zurück.“ Er habe politisch alles erreicht, was er sich vorgenommen habe. Der Brexit sei der größte Verdienst gewesen, den er seinem Land erbringen konnte.

Vielleicht hat Farage tatsächlich gute Gründe für seinen überraschenden Rücktritt. Gründe, die zumindest hierzulande der Öffentlichkeit weitgehend verschwiegen werden. Vielleicht geht es gar nicht darum, dass er sein Leben zurückhaben, sondern dieses ganz einfach behalten will, weil er bedroht wurde.

Die Fakten dazu will ich Ihnen nachfolgend aufzeigen.

Vom Mainstream ignoriert: Drohungen gegen Nigel Farage und seine Familie

 Die Drohung kommt per Tweet. Gerichtet ist sie an Nigel Farage. Geschrieben kurz nachdem die Brexit-Gegnerin  Jo Cox erstochen und erschossen wurde. Der Absender des Tweets ist Jake Brook alias Rapper Lunar C(obain), dem Publikumsliebling der britischen Battle-Liga.

Die Message ist einfach und wirkungsvoll: Symbolisch soll eine ganze Gruppe von muslimischen Migranten Sex mit einer der Töchter (9 und 15 Jahre alt) von Nigel Farage haben. Sprich: Vergewaltigt werden. Die Männer, die sozusagen im „Zug laufen“ würden Schlange dafür stehen.

Konkret heißt es in dem Tweet: „Hier ist ein Bild von mir und meinen Freunden auf dem Weg zu Nigel Farages Tochter.“ Die britische Boulevardzeitung Daily Express, die einst der Conservative Party und nun der UK Independence Party nahesteht, berichtete ausführlich darüber.

Nachfolgend ein Screenshot des Tweets, der dem Verfasser nach nur „symbolisch“ verstanden werden soll.

Ehrliche Entschuldigung des Rappers?

 Rapper Lunar C. entschuldigte sich später für seine Bemerkung und löschte den Tweet. Dieser sei in keiner Weise als Bedrohung zu verstehen und nichts, was er mit einer Vergewaltigung implizieren wollte. Er hätte keine Ahnung gehabt, dass Farage Töchter habe. Man solle seine Worte nicht verdrehen.

Ob man tatsächlich glauben soll, dass der Rapper nichts über die Familienverhältnisse des seit vielen Monaten im Rampenlicht stehenden Politikers gewusst haben will, sei einmal dahingestellt.

Nigel Farage: Angst um seine Familie?

Diese Drohung soll jedoch nicht die einzige gewesen sein, der sich Farage und seine Familie ausgesetzt sah und sieht. Gegenüber Freunden soll er sich über massive Todesdrohungen durch linke Schläger geäußert haben. Die Belastung für ihn und seine Familie wäre noch größer geworden. Deshalb habe er das Amt als Parteivorsitzender der UKIP niedergelegt.

Ist das also der wahre Grund, warum Brexit-Initiator Nigel Farage zurückgetreten ist? Aus Angst um seine Frau, seine Töchter und um sich selbst? Wie höhnisch würde dann der Spott des EU-Establishments wirklich anmuten? Und wie perfide wirken zukünftige „Ratten“-Vergleiche von Brexit-Befürwortern?

Der Kampf um die Macht

Letztlich geht es den Eurokraten um Machterhalt, Machtverteidigung und Machtkontrolle. Und zumindest das hat, wie die Vergangenheit ausreichend beweist, nichts, aber auch gar nichts mit der Paranoia von Verschwörern zu tun.

So und nicht anders läuft es nun einmal, auch wenn es die breite Masse nicht wahrhaben will. Die lässt sich lieber durch die seichte Unterhaltung der Mainstream-Medien ruhigstellen.

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