Die Inflationslüge

Auf Facebook liken

von Dr. Michael Grandt

Warum Sie jeden Monat belogen werden

Monat für Monat veröffentlicht das Statistische Bundesamt die offizielle Inflationsquote. Sie ist so niedrig wie selten zuvor. Doch sie ist eine Lüge: Bei ihrer Berechnung wird gelogen und betrogen, was das Zeug hält. Eine hohe Inflation wäre für jede Regierung ein Problem, sowieso vor Wahlen! Deshalb rechnet man sie schön. Aber die Inflation ist VIEL höher, als Sie das je glauben würden. Ich zeige Ihnen die WAHRE Inflation und was diese für Sie und Ihre Familie bedeutet.

Monat für Monat derselbe Schwindel

Das Statistische Bundesamt jeden Monat die aktuelle Inflationsrate. Aber die Preise steigen viel stärker, als Ihnen die offizielle Statistik weismachen will. Beim Einkaufen und im Alltag »fühlen« Sie sicherlich eine viel höhere Inflationsrate, als die, die Ihnen vorgesetzt wird. Doch wie passt das zusammen?

Die Geldmenge M1 (bestehend aus Bargeld und Sichteinlagen) ist seit einem Jahr um über 11 % gestiegen. Anders herum gesagt: Es ist ein Zehntel mehr Geld im Umlauf. Dennoch wird die offizielle Inflationsrate immer niedriger. Wie kann das sein? Sie haben doch gelernt, dass Inflation dadurch entsteht, dass die Geldmenge schneller wächst als die Güterproduktion?  Die Erklärung ist ganz einfach: Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat einige Tricks auf Lager, um die Inflationsquote Quote zu senken.

Die Erhebungsdaten: Die staatlichen Statistiker betrachten die monatliche Teuerung anhand der Konsumentenpreise. Dazu dient ein Warenkorb. Dieser beinhaltet kurz- und langlebige Güter. Dazu kommen neben Nahrungsmittel, Tabak, Benzin, Mieten, Möbel, Freizeit und Unterhaltung auch Mobilität und Haushaltsgeräte.

Die Tricks

1.: Die Zusammensetzung des Warenkorbs wird laufend verändert. Ein fairer Vergleich ist so gar nicht mehr möglich. Sie als Verbraucher werden sich beinahe täglich Lebensmittel kaufen, aber der Durchschnittsbürger erwirbt einen Fernseher, Computer oder ein Auto – wenn überhaupt – nur alle paar Jahre.

2.: Trotzdem werden diese langlebigen Güter zur monatlichen Inflationsberechnung herangezogen. Diese Güter werden aber eher günstiger – und Schwupps ist die Teuerungsrate in der Statistik niedriger als in der Praxis.

Die offizielle Inflationsquote ergibt sich aus einer politischen Strategie

Die Inflation ist kein Akt Gottes. Regierungen und Politiker scheuen eine hohe Kaufkraftentwertung wie der Teufel das Weihwasser, weil sie diese ihren Wählern nicht »verkaufen« können. Inflation ist seit den 1920er-Jahren in Deutschland ein heikles Thema. Deshalb werden Zahlen statistisch geschönt. Wie das geht, habe ich Ihnen oben gezeigt. Denn nur niedrige Inflations- und hohe Wachstumsraten erhöhen das Vertrauen in den Staat und damit seine Kreditwürdigkeit.

Somit ergibt sich die offizielle Inflationsstatistik aus einer politischen Strategie. Natürlich werden die Verantwortlichen dies immer abstreiten. Da ist die von Ihnen beim Einkauf »gefühlte« Inflation ehrlicher. Was es mit dieser »wahren« Kaufkraftentwertung auf sich hat, erkläre ich Ihnen jetzt.

Die »wahre« Inflation

Diese wird von den meisten Medien ignoriert. Ökonomisch jedoch sind Sie sehr wichtig, denn Sie zeigen Ihnen die wirkliche Entwertung Ihres Vermögens und Ihrer Ersparnisse. Volkswirtschaftlich exakt errechnet man die »wahre Inflation« so:

Geldmengenwachstum (M3) ./. Wirtschaftsleistung

Begründung: Wenn eine Wirtschaft aufblüht, wachsen auch Dienstleistungen und die Warenproduktion. Würde dann die Geldmenge auf der anderen Seite nicht wachsen, müssten all die neuen Leistungen und Produkte mit derselben Menge Geldes bezahlt werden, was die Preise immer weiter sinken ließe und zu einer Deflation führen würde.

Nach den offiziellen Zahlen der Monatsberichte von EZB und Bundesbank ergeben sich folgende Werte für die wahre Inflation zwischen den Jahren 2003 und 2015. Diese haben Sie bestimmt noch nie in den Mainstreammedien gelesen oder gesehen.

Die wahre Inflation in der EU:

2003:   7,1 %

2004:   4,9 %

2005:   6,7 %

2006:   6,6 %

2007:   8,7 %

2008:   8,1 %

2009:   12,5 %

2010:   -1,5 %

2011:   0,7 %

2012:   3,6 %

2013:   2,9 %

2014:   1,8 %

2015:   3,2%

 Die wahre Inflation betrug in den letzten 13 Jahren demnach 5,02 %!

Das bedeutet für Sie: Lassen Sie sich von den Medien, der Politik und politisch korrekten Ökonomen nicht an der Nase herumführen. Die Situation ist viel schlimmer, als sie öffentlich propagiert wird. Alleine ein aufmerksamer Blick beim Einkauf im Supermarkt zeigt Ihnen das.

Was aber bedeutet diese wahre Inflation für Ihren Alltag, Ihre Altersvorsorge und Ihre Ersparnisse? Hier ein paar Beispiele anhand der Durchschnitts-Inflation von 5 Prozent:

Soviel Kaufkraft haben künftig heutige 100 Euro

In Jahren                   Wert              

10                               61,39

20                               37,69

30                               23,14[i]

Sie sehen also, bei einer wahren Inflation von 5 Prozent, verlieren 100 Euro in 30 Jahren fast 80 Prozent an Kaufkraft.

Soviel kostet eine 1-Euro-Ware künftig:

In Jahren                   Zukünftiger Preis

10                               1,63

20                               2,65

30                               4,32

In 30 Jahren bezahlen Sie bei einer wahren Inflation von 5 Prozent für eine Ware, die heute 1 Euro kostet, mehr als das Vierfache.

Soviel bleibt von 120.000 Euro angesparter Altersvorsorge übrig:

Nach Jahren             Restbetrag

10                               73.600

20                               45.200

30                               27.700

Nach 30 Jahren haben Sie nur noch einen »Rumpfbetrag« übrig. Die Inflation frisst Ihre Altersvorsorge auf. Mein Rat: Mit der wahren Inflation ist nicht zu spaßen! Beherzigen Sie auch dies bei der Beurteilung Ihrer Vermögensanlagen, Ihrer künftigen Sparleistungen oder Ihrer Verschuldung.

Auf Facebook liken


Entsprechende Monatsberichte der EZB und Bundesbank:

https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Publikationen/Berichte/Monatsberichte/monatsberichte.html

https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Publikationen/Europaeische_Zentralbank/EZB_Monatsberichte/ezb_monatsberichte.html