Der Tod des Bargelds – In 10 Jahren wird es keine Geldscheine mehr geben

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von Dr. Michael Grandt

Das Bargeldverbot wird kommen. Da bin ich mir so sicher wie das Amen in der Kirche. Bis dahin müssen nur noch kleine Zwischenschritte gemacht werden. Fast unbemerkt haben schon viele EU-LänderZahlungs- und Bargeldeinschränkungen vorgenommen. Das sind klammheimliche Vorbereitungen, um Ihre Freiheit zu beschneiden und Sie ausnahmslos zu überwachen.

Es gibt schon mehr europäische Länder, die ein Teil-Bargeldverbot durchgeführt haben, wie Sie vielleicht glauben. Ich zähle Sie Ihnen auf und Sie erkennen, wie sehr die individuelle Freiheit schon jetzt eingeschränkt wird und wie sehr sich die Regierungen in Privatangelegenheit einmischen:

Griechenland

Die Regierung in Athen hat bereits am 1. Januar 2011 beschlossen, dass Geschäfte mit einer Barzahlung von 1.500 Euro und mehr illegal sind, wenn einer der Geschäftspartner gewerblich tätig ist. Höhere Summen müssen per Banküberweisungen, Bankkarte oder Scheck bezahlt werden. Ausnahme: Autokauf. Hier besteht bislang keine Höchstgrenze, jedoch gibt es Vorschläge zu einer entsprechenden Gesetzesänderung.

Italien

Von wegen „Dolce Vita“: Die Höchstgrenze für Barzahlungen liegt bei 2999,99 Euro. Summen darüber müssen mit Debitkarte, Kreditkarte, Scheck oder per Banküberweisung beglichen werden. Aber die Regierung in Rom setzte noch einen drauf: Seit dem 1. Januar 2014 dürfen Mieten (auch von Ferienhäusern und –wohnungen) nicht mehr in bar bezahlt werden. Unglaublich: Bei Verstößen beträgt die Mindeststrafe 3.000 Euro. Dieser Betrag kann sich bis auf bis zu 40 % der Barzahlung erhöhen!

Spanien

Am 30. Oktober 2012 erließ das spanische Parlament ein Gesetz, nachdem Barzahlungen über 2.500 Euro verboten sind, wenn – ähnlich wie in Griechenland – einer der Geschäftspartner professionell oder gewerblich tätig ist. Für Ausländer, die nicht in Spanien leben, liegt die Höchstgrenze bei 15.000 Euro. Höhere Beträge müssen per Banküberweisung beglichen werden. Auch hier: Bei Verstößen kann eine Strafe in Höhe von 25 % der Barzahlung verhängt werden.

Portugal

Bei einem Geschäft zwischen Verbraucher und Händler liegt die Höchstgrenze bei 1.000 Euro. Höhere Summen müssen per Banküberweisung, Bankkarte oder Scheck beglichen werden. Anders ist es bei Geschäften, die Verbraucher untereinander abschließen: Hier gibt es (noch) keine Höchstgrenze für die Barzahlung.

Belgien

Bei Waren und Dienstleistungen liegt die Höchstgrenze der Bargeldzahlung nur noch bei 3.000 Euro. Bis zum 1. Januar 2014 betrug die „Schallmauer“ 5.000 Euro. Bargeldzahlungen beim Immobilienerwerb sind seit Januar 2014 untersagt. Drastische Strafen: Bei Verstößen sieht die belgische Gesetzgebung eine Geldstrafe in Höhe von 250 bis 250.000 Euro vor.

Frankreich

Die Höchstgrenze für eine Bargeldzahlung liegt bei 3.000 Euro für in Frankreich ansässige Steuerzahler und für ausländische Händler (seit dem 1. September 2015 1.000 Euro).Für ausländische Verbraucher seit dem 1. September 2015 bei 10.000 Euro. Bargeldzahlungen unter Privatpersonen (z. B. Kauf eines Autos) sind nicht begrenzt. Das Ausstellen einer Rechnung ist bei Beträgen über 1.500 Euro vorgeschrieben, um die Zahlung nachweisen zu können. Bargeldzahlungen unter Privatpersonen sind nicht begrenzt. Das Ausstellen einer Rechnung ist bei Beträgen über 1500 Euro vorgeschrieben, um die Zahlung nachweisen zu können.

Niederlande

Für Privatpersonen gibt es keine Höchstgrenze für Bargeldzahlungen. Allerdings gibt es eine Verpflichtung zum Melden auffälliger Zahlungen über einem Betrag von 2.000 Euro. Dies gilt sowohl für Berufe wie im Bankenbereich, für Freiberufler, Versicherungen, Kasinos etc.

Bulgarien

Beträge über 15.000 Lew (ca. 7.700 Euro) sind per Bankzahlung (Überweisung, Kreditkarte) zu begleichen, selbst wenn der Betrag in mehreren Raten gezahlt werden muss. Für Zahlungen in einer anderen Währung wird die Grenze von 14.999 Lew nach dem Wechselkurs der bulgarischen Nationalbank am Tag der Zahlung festgelegt.

Rumänien

Die Höchstgrenze für Bargeldzahlungen liegt bei 10.000 RON pro Einzelperson und Tag (= ca. 2.260 Euro).

Polen

Die Höchstgrenze für Bargeldzahlungen liegt bei 15.000 Euro.

Slowakei

Bargeldzahlungen bis 5000 Euro sind möglich bei Geschäften unter Händlern und bei einem Kaufabschluss zwischen einem Verbraucher und einem Händler. Bei Privatpersonen liegt die Höchstgrenze bei 15.000 Euro.

Tschechische Republik

Beträge bis 350 000 tschechischen Kronen (umgerechnet 13.000 Euro) können pro Tag in bar bezahlt werden. Die Barzahlung ist mit bis zu 50 Geldstücken erlaubt. Auch mit Banknoten kann uneingeschränkt in bar bezahlt werden.

Ungarn

Verbraucher können uneingeschränkt in bar bezahlen. Eine Begrenzung auf 1,5 Millionen ungarische HUF (ca. 5.000 Euro) pro Monat gilt für juristische Personen, Unternehmerverbände und Einzelpersonen, die mehrwertsteuerpflichtig sind.

Estland

Bargeld kann ab 50 Geldstücken oder Geldscheinen verweigert werden, egal wie hoch der Wert ist.

Finnland

Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Bargeld-Höchstgrenze. Aber: Ein Händler ist nicht gesetzlich verpflichtet, Bargeldzahlungen zu akzeptieren.

Schweden

Noch gibt es keine Beschränkung in der Gesetzgebung. Aber auch hier kann der Händler bereits die Annahme von Bargeld verweigern, sofern dieser Betrag in seinem Geschäft eindeutig ausgewiesen ist. Allerdings zahlt die Hälfte der Banken gar kein Bargeld mehr aus und in den Kirchen sind die Klingelbeutel bereits durch „Kollektomaten“ ersetzt.

Norwegen

Für den Einkauf von Waren gibt es keine Höchstgrenze bei Barzahlungen. Allerdings beim Erwerb von Dienstleistungen, die von einem Selbstständigen angeboten werden: Übersteigt der Betrag 10.000 Norwegische Kronen (etwa 1078 Euro) und der Dienstleister führt die Steuern des Kaufpreises nicht abführt, kann der Verbraucher mit zur Verantwortung gezogen werden.

Es ist später, als Sie denken!

Sie sehen also, das Projekt „Bargeldverbot“ ist schon weiter fortgeschritten, wie Sie vielleicht gedacht haben. Es ist in offiziellen Kreisen schon längst angekommen: Am 18. Juni 2015 fand eine Konferenz zur Abschaffung des Bargelds in London statt. Ausrichter: Die Schweizerische Notenbank. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger setzte sich letztes Jahr dafür ein, das Thema auf die Tagesordnung des G-7-Gipfels zu setzen und der Chef der Deutschen Bank visionierte, dass das Bargeld in 10 Jahren nicht mehr existieren werde.

Der Tisch ist gerichtet. Nur die Mahlzeit muss noch angerichtet werden. Für Sie aber gibt es keine Vorteile bei einem bargeldlosen Geldsystem. Im Gegenteil sogar: Sie werden beschnüffelt und in Ihrer Freiheit eingeschränkt. Nur Finanzdienstleister und staatliche Behörden profitieren: Sie können dann sämtliche Finanzströme ausnahmslos kontrollieren und überwachen.

Herzlichst

Ihr

Dr. Michael Grandt

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