Tödliche Gefahr – Verursacht Handystrahlung Krebs?

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von Volker Hahn

Jahrelang haben Wissenschaftler vor den Gefahren von Handystrahlung und schnurloser Telefone für die Gesundheit gewarnt – und wurden meist ausgelacht. Aber das könnte sich jetzt ändern, denn es gibt mittlerweile sogar ein Gerichtsurteil zu den Gefahren von Elektrosmog. Ein italienisches Gericht hat bestätigt, dass die Strahlung von Mobiltelefonen schwerwiegende Hirnschäden hervorrufen kann:

„Die britische Zeitung The Telegraph berichtete vom 60 Jahre alten Innocente Marcolini. Ihm wurde gerichtlich bestätigt, dass die Entstehung eines Tumors an seinem Nervus trigeminus – einem Nerv im Gehirn – das Resultat seiner dauerhaften Handynutzung gewesen sei.“ (1)

Handystrahlung = Krebs? Der Zusammenhang existiert!

Das Oberste Italienische Gericht in Rom hat sogar den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Handynutzung und dem Tumor bestätigt, der die linke Gesichtshälfte von Marcolini gelähmt hatte. Und die Beweise dafür stammen auch nicht von irgendwelchen wildgewordenen Freaks, sondern von angesehenen Ärzten wie dem Onkologen Prof.Dr. Angelo Gino Levis und dem Neurochirurgen Dr. Guiseppe Grasso. Sie haben bei dem Prozess die Beweise dafür geliefert, dass elektromagnetische Strahlung Zellen schädigen kann. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte zuvor bereits bestätigt, dass Handys möglicherweise Krebs erzeugen oder fördern können. Bei rund 2 Milliarden gefährdeten Handynutzern täglich und einem enormen Umsatz und gigantischen Gewinnen der Industrie ein Urteil mit Sprengkraft. Denn die Gefahren sind vielfältig: Neben Krebs gehören Genschäden, Gehirnstörungen oder Schlafstörungen und starke Kopfschmerzen dazu. (2)

Auch eine mehrjährige US-amerikanische Studie hat im Übrigen den Krebsverdacht erhärtet – und dabei handelt es sich um eine vom US National Toxicology Program offiziell beauftragte Studie! Bei der Studie an Ratten wurden Herz- und Hirntumore festgestellt. Im Herbst 2017 folgt der offizielle Abschlussbericht. (3)

Die Konsequenzen wären dramatisch, denn sollte sich der Verdacht erhärten, wäre sogar ein nur schwacher Zusammenhang zwischen Handystrahlung und Krebs mehr als brisant. Bereits 2011 war ein solcher Zusammenhang in einer Studie dargestellt worden. Schon jetzt kann damit ein Risikoausschluss sicherlich nicht mehr einfach behauptet werden, wie das vor allem die Industrie lange versucht hat. Das könnte dann auch regulatorische Konsequenzen haben. (4)

Die Belastung wird immer stärker!

Bislang ist es ja eher so, als ob die Mobilfunk-Branche gänzlich ohne Einschränkung Milliarden-Geschäfte machen könnte. Ein Ende oder eine Begrenzung schien nicht absehbar oder nötig. Das könnte sich jetzt ändern, zumal die Handynutzung und dadurch die Mobilfunkstrahlung sich weltweit immer stärker erhöhen. Handynutzer lebten das mit einem guten Gefühl aus. Jetzt aber warnen Verbraucherschützer vor einem „unkontrollierten Feldversuch mit ständig steigender Strahlenbelastung“. (5) Sind wir demnach alle so etwas wie Versuchskaninchen, die dafür auch noch gerne immer mehr Geld zahlen?

Vor allem scheint es so, als seien wir Handynutzer sehr viel stärker gefährdet, als man das vermuten könnte. Denn Warnungen gab es auch in der Vergangenheit mehr als genug. Nur verschwanden die aus dem öffentlichen Bewusstsein immer schneller, als sie aufgetaucht waren. Jetzt aber ergeben diese Untersuchungen ein ganz neues Bedrohungsszenario:

„Allein die Internetseite „EMF-Portal“ listet 18.055 solcher Untersuchungen auf. Ungefähr die Hälfte davon will bedenkliche Einflüsse auf den Körper oder zumindest biologische Effekte gefunden haben.“ (6)

Doch es droht nicht nur der Krebs!

Dabei geht es natürlich vor allem um Krebs, aber auch um andere negative Effekte. Die Bandbreite der Studien ist ebenso groß wie Zahl der Wissenschaftler und Länder, die daran beteiligt waren und sind. So haben israelische Mediziner der Universität Tel Aviv Anzeichen für oxidativen Stress gefunden, der die DNS angreifen kann. Kollegen aus China haben Anzeichen für Samenschädigungen gefunden, genauso wie Biologen aus Saudi-Arabien. Auch die Schädigung von Leberzellen wurde bereits gezeigt. Und 2013 bereits kamen Epidemiologen zu dem Schluss, „dass die längerfristige Nutzung von Mobiltelefonen das Erkrankungsrisiko signifikant erhöht.“ (7)

Wir alle leben ja in der Vorstellung, dass das bisschen Telefonieren schon nicht schaden werde und vergessen dabei ganz gerne, wie dominant das Mobiltelefon in den letzten Jahren geworden ist und was es mittlerweile kann. Da geht es ja längst nicht mehr nur ums telefonieren. Das Handy ist als Smartphone der unentbehrliche Kommunikator für alle Menschen, Gelegenheiten und Lebensbereiche geworden. Die Möglichkeiten der Nutzung steigen ebenso wie die Orte, an denen das geht. Das erzeugt Abhängigkeiten, die sich meist erst dann zeigen, wenn das beste Stück mal seinen Dienst quittiert, gestohlen wurde oder unauffindbar ist. Da bricht fast Panik aus und der Suchtkranke kommt erst wieder zur Ruhe, wenn sein kleiner Helfer wieder verfügbar und rund um die Uhr einsatzbereit ist.

WLAN, LTE-Technologie … Die Strahlenbelastung wächst!

So weit, so schlecht. Aber es kommen neben diesen psychischen Abhängigkeiten noch ganz handfeste Bedenken gegen eine ständige Ausweitung des Mobilfunk-Konsums hinzu, die weder die Netzbetreiber noch die Handyanbieter gerne hören werden: Denn natürlich steigen die benannten gesundheitlichen Risiken umso mehr, je höher die Strahlenbelastung ist. Und zwar sowohl die individuelle (am Ohr) als auch die generelle Belastung (durch immer mehr Masten und ein immer dichteres Netz). Die neue LTE-Technologie lässt da sicher ebenso grüßen wie der Ausbau öffentlicher WLAN-Netze, auch wenn die Industrie etwas ganz anderes behauptet.

Der Preis für unsere ständige Erreichbarkeit und Verfügbarkeit könnte also nicht nur eine steigende psychische Abhängigkeit und der Verlust von Freiheit sein – es kann auch gut sein, dass viele Handynutzer in Zukunft mit harten Diagnosen wie Krebs bezahlen müssen.

Wollen Sie das? Oder erscheint es nicht eher sinnvoll, öfter mal abzuschalten!

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