„Mit dem Zweiten sieht man Verbrecher“ – wie Sie das ZDF politisch unterordnet

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von Volker Hahn

Der Fernsehrat des ZDFs vertritt den Zuschauer und dessen Bedürfnisse. An diesem Fakt gibt es rein gar nichts zu rütteln. Doch dass die Mitglieder des Fernsehrates tatsächlich politisch motiviert sind und eingeordnet werden, ist nur den wenigsten bekannt. Aus den Schatten des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders heraus werden Positionen im Ausschuss des Fernsehrats für politische Zwecke verteilt und missbraucht. So berichtet Dieter Stolte – ehemaliger ZDF-Intendant, der selbst regelmäßig Treffen besuchte[1], bei denen die Strippen für derartige Vorhaben gezogen wurden.

Freundeskreise nennen sich die Schattengremien, die neue und alte Fernsehratsmitglieder politisch einordnen und ihnen so der Rolle als unpolitische Vertreter des ZDF-Zuschauers berauben. Hinter dem Begriff „Freundeskreis“ verstecken sich laut Stolte zwei „politische Strukturen mit großem Einfluss“.[2] Diese entstanden kurz nach der ZDF-Gründung im Jahr 1961 und vergeben seitdem munter Positionen im Fernsehrat.

Der Einfluss der Freundeskreise manipuliert selbst die Sender-Eliten im ZDF

Manipulativ, politisch einordnend und hochgradig einflussreich. So lassen sich die zwei Freundeskreise am besten beschreiben. Da ist zum einen der schwarze konservative CDU-Freundeskreis und zum Anderen der rote SPD-Freundeskreis. Beide deutschen Spitzenparteien sind seit jeher im ZDF vertreten und beeinflussen die Ausrichtung des Senders immens. Denn die Eliten des Senders, egal ob Fernsehratsmitglieder oder auch der ZDF-Intendant Thomas Bellut und seine Stellvertreterin, besuchen die geheimen Treffen der Freundeskreise.[3]

Wer beim ZDF einen hochrangigen Posten einnehmen möchte, ist fast schon gezwungen, einen parteiischen Freundeskreis zu besuchen. So sind auch im aktuell bestehenden Fernsehrat alle Mitglieder teil eines Freundeskreises. Selbst jene, die eigentlich nicht politisch sind „werden dadurch politisch eingeordnet“ schreibt Andreas Paulus, der aktuell Richter am Bundesverfassungsgericht ist.[4] Die Freundeskreise bestimmen bei ihren regelmäßigen Treffen ganz genau, welcher Posten im Fernsehrat von welchem „Freund“ eingenommen wird. Dabei werden die Positionen zwischen den beiden Partei-Kreisen fair zu je 50 % aufgeteilt.

Das Bundesverfassungsgericht unternahm bisher wenig, um den Strippenziehern Einhalt zu gebieten

Beide Freundeskreisspitzen sind aktuell mit großen politischen Figuren besetzt. Frank Werneke, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Ver.di-Gesellschaft aufseiten der SPD, und Dr. Franz-Josef Jung, dem ehemaligen Verteidigungsminister, aufseiten der CDU. So kam es, dass das Bundesverfassungsgericht 2014 urteilte, dass die Beteiligung von Politikern im Fernsehrat nur noch auf ein Drittel beschränkt sein darf.[5]

Mittlerweile sind also zwei Drittel des Fernsehrats von vermeintlich parteifernen Mitgliedern besetzt, die aber weitestgehend an den Freundeskreisen von SPD und CDU teilnehmen. Diese Unterordnung in ein Parteigefüge und dessen Ideen ist für den ZDF-Zuschauer gefährlich. Insbesondere da das Fernsehprogramm wie Nachrichten, Dokumentationen, Reporte und auch deren Themenvielfalt von politischen Interessen beeinflusst werden.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wurde eben wegen dieser möglichen Durchsetzung von politischen Interessen von Andreas Paulus angezweifelt. Denn die Existenz der Freundeskreise ermögliche stattdessen „keine gesellschaftliche und kulturelle Vielfalt“.[6] Doch das viel größere Problem mit diesen Schattengremien ist, dass niemand so genau weiß, was hier besprochen wird. Man kann nicht so einfach sagen, welche Positionen im Fernsehrat an wen und auf welche Weise vergeben werden. Eins ist klar: All diese Positionen werden durch die Freundeskreise auf politischer Basis vergeben.

Von Transparenz kann in den Freundeskreisen also keinesfalls die Rede sein. So soll auch die neue Vorsitzende des Fernsehrats Marlehn Thieme schon vor ihrer offiziellen Wahl im Freundeskreis gewählt worden sein.[7]

Fazit:

Das öffentlich-rechtliche Zweite Deutsche Fernsehen ist also keineswegs der seriöse und vertrauenswürdige Sender, für den Sie ihn halten. Schattengremien wie die Freundeskreise, politische Strippenzieher und Einordnung von Fernsehratsmitgliedern in Parteistrukturen – all dies beeinflusst, was Sie sehen, in allerhöchstem Maße. Wenn Sie also das nächste Mal den Fernseher einschalten, sollten Sie den Slogan „Mit dem Zweiten sieht man besser“ lieber ignorieren und mit beiden Augen hinschauen!

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[1] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[2] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[3] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[4] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[5] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[6] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/

[7] http://uebermedien.de/8402/unter-freunden/