Die KREBSMAFIA ist weiter ungestört am Werk!

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von Volker Hahn

Bereits vor einiger Zeit hatten wir an dieser Stelle über die üblen Machenschaften der Weißkittel- und Krebsmafia aus Ärzten, Apothekern und Pharmavertretern berichtet, die viel Geld mit dem Leid schwerst krebskranker Menschen verdienen. Damals schien es so, als würden wenigstens die Krankenkassen keine unrühmliche Rolle in diesem schlimmen Stück spielen. Das könnte sich jetzt ändern, denn möglicherweise tragen sie jetzt selbst zu den Ungeheuerlichkeiten bei. Auslöser sind ausgerechnet Überlegungen zur Kostensenkung, entstanden nach den Skandalen um gezielten Betrug zu Lasten der Versichertengemeinschaft!

Was wir bisher über die Krebsmafia wussten

Doch der Reihe nach: Zunächst gilt es, über den Stand der Dinge vor den neuen Enthüllungen zu berichten und was sich seitdem getan hat. Nichts Gutes, das gleich mal vorweg. Was wir schon bislang wussten, lässt sich so zusammenfassen:

Die Behandlung von schwer krebskranken Menschen ist sehr teuer. Das ist so und das kann man niemandem vorwerfen. Aber dass die Krankenkassen Höchstpreise für Medikamente bezahlen müssen, hatte bislang auch noch einen ganz anderen Grund: Die dunklen Machenschaften der Krebs-Mafia. Denn im Milliarden-Markt Krebs sind auch die Gewinnspannen hoch. Gerade deshalb ist die Versuchung für Korruption und Bestechung auch besonders hoch und konnte durch diverse Recherchen auch bereits nachgewiesen werden. So weit, so schlecht.

Beteiligt an den journalistischen Recherchen war unter anderem das renommierte Polit-Magazin „Panorama“, das jetzt auch über die üblen persönlichen Folgen der Enthüllungen für einen Beteiligten berichtete. Es geht um den Hamburger Onkologen Dr. Ulrich Fritz, der mit den Journalisten zur Aufdeckung des Krebs-Mafia-Skandals zusammengearbeitet hat, und der jetzt bedroht, belästigt und verfolgt wird. Das begann bereits unmittelbar am Tag der Ausstrahlung des Fernsehbeitrages, denn Dr. Fritz hatte Strippenzieher des Skandals aus Pharma- und Apothekenbranche filmen lassen, die ihm illegale Geschäfte zu Lasten der Kassen und vor allem von Patienten vorgeschlagen hatten. (1)

Die Krankenkassen verurteilten die Bestechungs- und Korruptionsmachenschaften natürlich auf das Schärfste, und dachten offenbar über Gegenmaßnahmen nach, die der Weißkittel-Mafia das Handwerk legen sollten. Denn schon im Vorfeld war klar, dass sich durch strengere Regeln Millionen Euro einsparen ließen, denn die Krebs-Mafia verdient oft besser als jeder Drogenhändler. Das flächendeckende System sollte also ausgetrocknet werden.

Sind die Kassen Teil der Krebsmafia?

Was dabei aber bislang rausgekommen ist, scheint die Lage eher zu verschlimmern – und zwar die der Patienten! Noch schlimmer: Die Kassen scheinen damit selbst Teil eines Systems zu Lasten der Heilungschancen Schwerstkranker zu werden, denn um Geld zu sparen, akzeptiert die AOK offenbar verlängerte und damit risikoreichere Haltbarkeitszeiten fern der Herstellerempfehlungen für Krebsmedikamente! (2)

Das flächendeckende System der Krebsmafia zu Lasten der wehrlosen Patienten wird damit um eine ganz traurige Facette unheimlicher. Statt die Versorgung von Krebspatienten einen großen Schritt voranzubringen, geht es jetzt einen weiteren Schritt rückwärts!

Welche Schuld hat die AOK an unwirksamen Krebsmafia Medikamenten?

Konkret hat die AOK als erste deutsche Krankenkasse mit ihren vielen nicht privat Versicherten folgenden Weg gewählt, um die hohen Kosten bei den teuren Krebsmedikamenten zu senken: die Zubereitung wird öffentlich ausgeschrieben. Eigentlich ein grundsätzlich guter Weg, der aber einen entscheidenden Haken in der Umsetzung aufweist, wie sich herausgestellt hat: „Diese Praxis führt nach Recherchen von Panorama dazu, dass seitdem an Ärzte lebenserhaltende Medikamente ausgeliefert wurden, deren Wirksamkeit nach Herstellerangabe nicht mehr garantiert war.“ (3)

Um das billigste Angebot abzugeben, pfuschen also manche Apotheken auf ganz lebensgefährliche Art und Weise herum und riskieren gezielt die Gesundheit von abhängigen Patienten! Doch wie genau ist die Rolle der Krankenkasse AOK zu bewerten, die sich doch zunächst öffentlichkeitswirksam auf die Seite der schwer kranken Krebspatienten gestellt hatte?

Antwort: Dieses Sicherheitsrisiko für Krebspatienten wird nicht nur hingenommen, sondern sogar offen eingefordert, wie der konkrete Fall eines Knochenmarkkrebs-Patienten erneut beweist, dessen Ärztin solche abgelaufenen Medikamente mehrfach ablehnte. Die Reaktion der AOK war klar und prompt und verlangte trotzdem den Einsatz der fraglichen Medikamente – auch wenn die Kasse das im Nachhinein bestritt! (4)

Damit ist wohl klar, dass die AOK offenbar gerne werbewirksame Imagefloskeln absondert, aber in der Realität die dubiosen und gefährlichen Praktiken mancher Apotheken deckt und den Kostendruck einfach auf Patienten abwälzt! Ein absolut unverantwortliches Verfahren, wie auch anerkannte Experten urteilen.

Auch Uli Lösch, der Leiter der Herstellung von Krebsmedikamenten im Universitäts-Krankenhaus Basel, sieht das so und kritisiert die Verantwortlichen, weil damit die Sicherheit der Patienten infrage gestellt werde. (5)

So verschreiben sich die ersten Krankenkassen der Krebsmafia

Damit hat sich die erste Krankenkasse dem Kartell der Weißkittel-Mafia offenkundig angeschlossen und fördert dieses kriminelle Vergehen an Schwerkranken. Das Ziel für alle Beteiligten: der goldene Schnitt und möglichst große finanzielle Vorteile!

Fehlt nur noch der letzte Akt in diesem Drama, der in den USA bereits Realität ist, wo ein Arzt nur um des Profits willen Krebs-Diagnosen gefälscht hat. (6)

Kein Wunder, denn die Ausgaben für Krebsmedikamente werden weiter wachsen und damit der Anreiz für die Krebs-Mafia, ihre Geschäfte auf dem Rücken Todkranker noch weiter auszubauen. Die Politik ist gefordert, dem Treiben schleunigst Einhalt zu gebieten!

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