Macht Tierfutter Ihren Vierbeiner krank?

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von Volker Hahn

Hansi, Minka oder Strolch: Haustiere sind unsere liebsten Freunde und wir tun alles für sie. Wir geben ihnen nicht nur Namen und einen Stammplatz in unseren eigenen vier Wänden, wir lieben sie wie andere Familienmitglieder und kümmern uns ganz aufopferungsvoll um sie, wenn Merle oder Waldi mal krank sind. Tierfilme stehen gerade bei Kindern immer hoch im Kurs und wer von uns Älteren kennt nicht Flipper, Black Beauty oder Lassie?

Und wenn unsere (meist) vierbeinigen Freunde einen Tierarzt brauchen, dann gehen wir mit ihnen zum Onkel Doktor wie mit unseren Kindern auch. So weit, so gut. Aber hätten Sie gedacht, dass ausgerechnet viele Hundebesitzer und Katzenfreunde am Leid ihrer liebsten Gefährten Schuld sind? Schwer zu ertragen dieser Gedanke und ganz bestimmt nicht gewollt – und doch bittere Realität, die letztlich der Gier der Futter-Mafia geschuldet ist. Das können Sie nicht glauben? Dann lesen Sie bitte das Ergebnis unserer Recherchen.

Tierfutter 3x umsatzstärker als Babynahrung

Fakt ist zunächst einmal, dass die Deutschen für die Ernährung ihrer Haustiere sehr viel Geld ausgeben – und zwar deutlich mehr als für die Ernährung ihrer leiblichen Kinder: „Etwa 2,6 Milliarden Euro gaben sie 2010 für Tierfutter aus, dreimal so viel wie für Babynahrung.“ (1)

Das für sich genommen muss noch nicht zwingend etwas bedeuten, wenn es sich um gute Nahrung handelt. Schließlich wollen wir unsere Vierbeiner gut behandeln. In meiner Jugend auf dem Lande bekamen die nicht nur viel Auslauf und waren ihr eigener Herr, sondern das Essen für die Tiere war auch noch weitgehend natürlich. Katzen versorgten sich ohnehin so gut wie selbst und hielten Mäuse und Ratten fern, für Hunde gab es meist rohe Knochen mit Fleischresten, Tischreste, Wasser und auch Innereien wie Pansen. Letzterer war zwar echt eklig, tat aber seinen Zweck wie das Übrige: Es hat die Tiere auf natürliche Art und Weise gesund gehalten.

Und was kommt heute auf den Tisch der Pfoten? Trockenfutter, Dosenfraß oder Allergikernahrung – Hauptsache alles schön verpackt, gut riechend und nicht zu billig. Denn wir wollen ja schließlich das Beste für unsere Freunde, nicht wahr?     Und genau das ist der Grund, warum die Tierfutter-Industrie glänzende Geschäfte macht, während unsere Vierbeiner immer mehr Probleme bekommen: Sie und wir werden zu Wohlstandsopfern!

Fast Food für Vierbeiner

Während die Werbung für Tiernahrung in edlem Ambiente kredenzte Highlights aus der Gourmetküche präsentiert, findet hier in Wahrheit meist eine Entsorgung von Schlachtabfällen statt (was noch das geringste Problem ist), werden zur Kaschierung minderwertiger Nahrung künstliche Aromen zugesetzt oder landen wahre Kalorien-Bomben in den Tierfutter Näpfen unserer Freunde. Und die können sich nicht wehren, weil sie das gar nicht merken – obwohl sie eigentlich ganz andere, natürliche Sachen fressen wollen. (2)

Tiere werden auf diese Art und Weise systematisch krank gemacht – ausgerechnet von den Tierhaltern, die ihrerseits noch nicht einmal ahnen, was sie ihren pelzigen Freunden antun. Die Menschen glauben sogar ganz im Gegenteil, sie täten ihren Vierbeinern etwas besonders Gutes, wenn sie das beworbene und sogar von vielen Tierärzten empfohlene Futter aus der Dose verwenden. Und schließlich: Uns allen gefallen die vielen und praktischen Leckerlies doch auch, oder?

Das Gegenteil ist meist der Fall: Nicht nur wir Zweibeiner werden dick und faul, sondern auch die Vierbeiner. Aber während wir das verhindern können, müssen unsere Vierbeiner essen, was auf den Tisch bzw. in den Napf kommt. Sieht schön aus und hat oft ein edles Design, ist aber oft genug schlicht krankmachender Müll und teuer obendrein. Vergleichen Sie mal selbst zum Beispiel die Preise von menschlicher und tierischer Nahrung: Tierfutter ist ein Milliardengeschäft!

Die Industrie-Lösung: „Diät“-Futter

Ach ja, und wenn unsere Vierbeiner dann zivilisations-krank  werden, was hilft ihnen dann wieder auf die Beine? Richtig: Diät-Nahrung, Allergiker-Lebensmittel und die Medikamente vom Tierarzt. Da muss es doch bei jedem neutralen Betrachter spätestens jetzt klingeln, wenn hier ein so lupenreiner Versorgungskreislauf für alle Beteiligten aus Industrie und Pharmabranche vor dem geistigen Auge auftaucht!

Was bleibt auf der Strecke? Richtig: Die, die wir eigentlich schützen wollen – unsere vierbeinigen Freunde. Mickie, Hoppel und Mikesch leiden still vor sich hin, denn sie wissen ja noch nicht einmal, warum es ihnen schlecht geht. Sie wollen Bewegung und Spiel, aber stattdessen werden sie – meist aus Unkenntnis – krank gefüttert.

Haustiere leiden heutzutage oftmals unter Krankheiten, die es bei Tieren eigentlich gar nicht gibt, wie etwa Allergien, die Zuckerkrankheit oder Krebs. Kein Wunder, wenn das Futter oft genug aus gemahlenen Tierabfällen, verpackt in künstliche Geschmacksstoffe, besteht. Das Schlimme: Die Geschmacksverstärker und Aromen müssen beim Tierfutter nicht deklariert werden, egal ob es sich um Glutamat, Zucker oder Leberspray handelt. (3)

Geringer Nährwert – Chemie und kranke Tiere

Fette Hunde und übergewichtige Katzen sind das eine Ergebnis einer falschen Ernährungs- und Lebensweise, massive Krankheiten das andere Resultat. Das Ergebnis von industriell hergestelltem Tierfutter mit geringem Nährwert und vielen künstlichen, chemischen Zusätzen sind logischerweise kranke Tiere. Die Alternative ist eine möglichst naturbelassene Nahrung. (4)

Dazu braucht man übrigens nicht gleich in den nächsten Bioladen zu rennen, ganz im Gegenteil: Der neue Trend zu Öko-Nahrung mit Rohkost, Gemüse, Obst und Getreide im Napf trägt oftmals genau dieselben Probleme mit sich bzw. in den Vierbeiner – nur eben auf grün gewendet. Und nachhaltig ist auch das nicht wirklich. (5)

Viel Bewegung, Zeit und eine möglichst naturbelassene Nahrung sind eben das beste Rezept. Für Mensch und Tier.

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