Die Lebensmittel-Falle: Richtig essen macht gesund

Auf Facebook liken

Von Volker Hahn

Doch was heißt das: Richtig essen? Gibt es da eine einheitliche Definition, eine Art Masterplan, oder ist man – wie meist bei den wichtigen Fragen im Leben – am Ende auf sich selbst gestellt und eventuell keinen Schritt weiter? Die Antwort ist JA und NEIN. Denn JA, am Ende muss man selbst entscheiden, was für einen gut ist. Und NEIN, es gibt keine einheitliche Definition oder allgemeingültige Richtlinie, nach der man sich verbindlich richten kann.

Aber es gibt einige Leitlinien, anhand derer man sich mit etwas gutem Willen entlang hangeln kann und sein Ziel erreicht. Eine gesunde Ernährung und damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem glücklichen Leben. Klingt verlockend? Dann sollten Sie sich ein wenig Zeit für die folgenden Zeilen nehmen. Denn – das sei vornweg bemerkt – sich Zeit für die wichtigen Dinge zu nehmen und das Essen genießen, ist auch ein wichtiger Hinweis.
Gesunde Industrienahrung gibt es nicht! Die wollen nur Profit. Aber wie isst man richtig? Klick um zu Tweeten

Ansonsten sind wir zunächst einmal bei der Suche nach einer gesunden Ernährung einer fast übermächtigen Lebensmittelindustrie ausgeliefert, die einem alles und jedes verspricht – und in der Regel eines der größten Probleme auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung ist.

Das einzige was die Lebensmittel-Industrie will ist Profit!

Denn bei genauer Analyse kann man unschwer feststellen, dass die Lebensmittel-Industrie vor allem ein Interesse hat: Logischerweise möglichst viel verkaufen. Und deshalb manipuliert sei ganz gezielt und systematisch unseren Geschmackssinn durch ein zu viel der Stoffe, die gut für den Verkauf sind, aber schlecht für unsere Gesundheit – zum Beispiel ein Zuviel an verstecktem Salz oder Zucker. Das macht abhängig und der Zweck heiligt hier offenbar die Mittel: „Damit wir mehr essen, als wir wollen. Damit wir nicht genug davon kriegen und uns systematisch überessen.“(1)

Man kann zahlreiche Fehlentwicklungen beobachten, die offensichtlich sind: zu viel Weißmehl gehört neben zu viel Zucker und Salz dazu. Auch zu viel Wurst etwa ist nicht gut und wir wissen das auch. Aber statt uns an die offensichtlichen Regeln zu halten, schielen wir lieber auf neue Diäten in bunten Magazinen oder nach dem neusten Bestseller eines Dicken, der jetzt dünn ist (und es wahrscheinlich in ein paar Monaten schon nicht mehr sein wird).

Es scheint so, als würden da ganz ähnliche Mechanismen wirken, wie bei dem in vielen Lebensmitteln versteckten Fetten, dem Salz und dem Zucker: Es geht den Produzenten (der Lebensmittel wie der Ratgeber) offenbar weniger um die beste Gesundheit der Esser bzw. Leser, sondern eher um den eigenen Gedbeutel.

Und so gibt es zahlreiche Diäten und Ernährungsweisen samt dazugehöriger Gurus: etwa aktuell Vegan bzw. Vegetarisch, die Mittelmeerküche (samt Bildern), Low Carb oder Steinzeit, Vollwertküche contra Mischkost. Es ist wie ein Fass ohne Boden – und deshalb sollten Sie das Hin und Her auch eher vergessen.

Es empfiehlt sich eher die Beachtung weniger, aber einfacher und klarer Regeln für eine gesunde Ernährung ohne Stress schon beim Einkaufen oder Kochen.

Dazu gehören vor allem folgende Grundsätze

Leben Sie eine gesunde Vielfalt und wählen Sie überwiegend pflanzliche Lebensmittel, nutzen Sie Vollkornprodukte und essen Sie ausreichend Gemüse und Obst. Dazu nicht zu viel Fleisch und Wurst sowie wenig Fett, Zucker und Salz. Wenn Sie dann noch ausreichend trinken (am besten Wasser), Lebensmittel schonend zubereiten, das Essen genießen und auf Ihr Gewicht und ausreichend Bewegung achten – dann haben Sie jede Menge für sich und Ihr gesundes Leben getan.(2)

Natürlich sind das nur grobe Leitlinien, aber es wäre schon sehr viel geholfen, wenn diese alle flächendeckend in Deutschland eingehalten würden. Dann würden zwar die Lebensmittelkonzerne aufheulen und ein paar Beststeller weniger verkauft, aber der Gesundheit in Deutschland würde das sicher gut tun. Denn es ist im öffentlichen Straßenbild schon kaum noch zu übersehen, dass wir den US-Amerikanern mit ihrem ungesunden Lebensstil immer stärker folgen – zu fett, zu unbeweglich, zu gestresst.

Statt einer gesunden Ernährung mit ausreichend Vitaminen, Mineralien und auch den wichtigen Spurenelementen(3) dominieren über dem großen Teich die übergroßen und noch größeren Portionen aus leeren Kohlenhydraten und die Junk Food – Mahlzeiten. Dass das nicht gut gehen kann, ist unmittelbar einsichtig.

Ein offenes Auge schützt Ihre Gesundheit

Wir tun uns einen großen Gefallen, wenn wir zu diesem Offensichtlichen auch das weniger Offensichtliche noch genauer unter die Lupe nehmen und auf die von der Industrie versteckten Krankmacher in Lebensmitteln achten.

Das ist möglich, wenn wir uns auch dafür ein wenig Zeit nehmen – und unsere Geschmacksnerven zudem trainieren. Denn vieles ist Gewöhnung. Wer in seinem Leben ständig die Erbsen aus der Konserve essen musste, der wird sich beim ersten Rendezvous mit der erntefrischen Freilanderbse etwas seltsam fühlen – aber später beim umgekehrten Versuch erkennen, wie viel mehr Kraft und Geschmack in den naturbelassenen Lebensmitteln stecken.

Zusammengefasst kann man sagen, dass es wie mit allem ist, was man im Leben erreichen möchte und das etwas wert ist: Es gibt keinen einfachen Weg und auch keinen Zaubertrick. Das würden wir gerne so haben, aber das gibt es nicht.

Oder anders ausgedrückt: „Einen frühzeitigen Tod stirbt derjenige, der sich schlecht ernährt, keinen Sport treibt, Übergewicht hat und raucht.“(4)

Also müssen wir für ein gutes Ergebnis ein bisschen Zeit und Geduld investieren, aber es lohnt sich – mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung tun Sie das Beste für Ihr Leben.

Unterstützen Sie jetzt unsere Sache und liken Sie uns auf Facebook:
  • 1. Quelle / Zitat:          ZEIT

http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/03/gesunde-ernaehrung-essen-gemuese/seite-2

 

  • 2. Quelle:          Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.

https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/10-regeln-der-dge/

 

  • 3. Quelle:          essen & trinken

http://www.essen-und-trinken.de/topthemen/gesunde-ernaehrung/naehrstoffe/mineralstoffe.html

 

  • 4. Zitat:          ZEIT

http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/03/gesunde-ernaehrung-essen-gemuese/seite-2