3 Gründe GEGEN Gabriel – Gut, dass er jetzt weg ist!

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von Volker Hahn

Es hat uns wahrscheinlich alle überrascht: Gabriel ist weg! Er hat gemerkt, dass ihn niemand so wirklich als Kanzler haben wollte.

Ob der Ex-Alkoholiker Schulz der bessere Kandidat wird bleibt abzuwarten. Doch das Desaster des Sigmar Gabriel hat gar nicht mal primär mit der Frage der SPD-Kanzlerkandidatur zu tun und auch nicht mit der Frage des Parteivorsitzes. Es ist eher eine Frage der persönlichen Glaubwürdigkeit.

Denn eigentlich sollte Sigmar Gabriel den Nerv der Genossen treffen und mit den Menschen so reden können, dass er sie erreicht. Beide Fähigkeiten scheinen dem SPD-Mann abhanden gekommen zu sein.

Deshalb gratulieren wir zu seiner Entscheidung: Auszeit nehmen und sich selbst überdenken. Vielleicht doch keinen Ministerposten?
Manch einer erfindet sich dabei neu, andere kehren zu alter Stärke zurück.

Bye Bye Sigmar #Gabriel! 3 Gründe warum es gut ist, dass du weg bist! Klick um zu Tweeten

Grund Nr. 1: Fehlender Parteirückhalt!

Schon vor längerer Zeit warfen Parteimitglieder ihrem ehemaligen Chef vor, nicht so recht zu wissen, was er eigentlich wolle. Das war in gewohnt kuscheliger Genossen-Manier im vertraulichen Du-Ton etwa so beschrieben „Lieber Sigmar, was willst du eigentlich?“ Absender seinerzeit war ein zu jenem Zeitpunkt außen relativ unbekanntes Mitglied der deutschen Sozialdemokratie, das dem eigenen Parteichef vorwarf, sich gegen die eigene Partei zu positionieren und zu artikulieren. (1)

Das spiegelt ein in der SPD seit längerer Zeit zu beobachtendes Unbehagen wieder über die öffentlichen Äußerungen des Frontmannes Gabriel, der von manchem – nicht nur beim Koalitionspartner – als Mr. ZickZackKurs beschrieben wurde.

Aber nicht nur die Äußerungen des Sigmar Gabriel irritieren sowohl Freund wie Feind des Öfteren. Das Problem liegt tiefer. Es ist seine Politik: Widersprüchlich populistisch!

Denn die Politik des Wirtschaftsministers unterlag einem Schlangenlinienkurs, was nicht nur der Union, sondern auch dem eigenen Parteivolk irgendwann auf- und eindeutig missfiel: Zu nennen sind etwa die Themen Vorratsdatenspeicherung, der Kurs in der Griechenlandfrage oder die Freihandelsabkommen – alles wichtige SPD-Themen, bei denen Gabriel entweder durch ZickZack oder durch Positionen gegen die eigene Partei auffiel.

Wie wird sich wohl Schulz in Zukunft schlagen und geht Mister ZickZack wirklich als AUSSENMINISTER?

Grund Nr. 2: Die Jugend stellt sich gegen Gabriel!

Zunächst einmal die eigene Parteijugend: Die Bundes-Vorsitzende der Jusos stellte sich öffentlich mit der Frage, ob Gabriel noch bei der Partei sei, gegen ihn. Für diesen scharfen Angriff erhielt sie von den eigenen Nachwuchs-Revolutionären nicht etwa Kritik, sondern klare Rückendeckung und wurde mit 72,3% der Stimmen in ihrem Amt bestätigt. Das waren nach der Genossen-Schelte an Gabriel nochmal ein paar Prozentpunkte mehr als bei der ersten Wahl zur Juso-Chefin. (2)

Obwohl Gabriel von anderen Genossen verteidigt wurde, klang das nicht überzeugend. Es liegt die Frage nahe, ob da nicht viel Rücksicht auf die eigene Partei zugrunde liegt. Niemand möchte schließlich Königsmörder sein oder gar die eigene Partei dahinmeucheln. Doch das hat Gabriel ja jetzt selbst großzügig erledigt.

Schon gar nicht im Jahr der Bundestagswahl, bei dem Gabriel noch ein ganz anderes Problem produzierte: Seine schlechten Umfragewerte. Die belegen, dass nicht nur die eigene Parteijugend keinesfalls hinter ihm steht.

Grund Nr. 3: Das Ansehen ist im Keller!

Das haben die Medien genüsslich aufgenommen und wieder und wieder thematisiert: Die Umfrageergebnisse von Sigmar Gabriel im Vergleich zu Bundeskanzlerin Angela Merkel und auch im Vergleich zu seinem Parteifreund Martin Schulz, der extra aus Brüssel nach Berlin zurückgeeilt ist, um in der Bundespolitik mitzumischen statt den toten Gaul Europa weiterzureiten.

In Zahlen ausgedrückt sah das dann zum Beispiel so aus: Rund 42 % der Menschen glauben, dass Schulz sich bei der nächsten Bundestagswahl gegen Dauer-Kanzlerin Angela Merkel durchsetzen könne – nur 35 % haben das Gabriel zugetraut. Und bei den eigenen Leuten war es noch schlimmer: 54% pro Schulz, 41% pro Gabriel. (3)

Eine andere Umfrage von Ende 2016, ein ähnliches Ergebnis: Gabriel genießt einfach nicht genug Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Bei einer Direktwahl würden 57% für Merkel stimmen und nur 19% für Gabriel. Beim Duell Schulz gegen Merkel aber würden 41% für Merkel und 41% für Schulz stimmen. Ein unvorhergesehener Gleichstand! (4) (5)

Der alte König Siggi hätte das NIE geschafft…

Im Dunstkreis von Sigmar Gabriel hat man bei solchen Ergebnissen immer wieder und fast reflexhaft auf die Desaster bei den letzten Bundestagswahlen hingewiesen. Damals gingen Steinmeier (2009) und Steinbrück (2013) auch trotz der zunächst guten persönlichen Umfragewerte am Ende mit Pauken und Trompeten unter.

Und doch bleibt mehr als ein schaler Nachgeschmack: Wenn Sigmar Gabriel mit solch schlechten Umfragewerten aufwartet, dann hat er einfach nicht das Vertrauen beim deutschen Wahlvolk. Insofern ist es für die SPD gut, dass Sigmar Gabriel jetzt weg ist. Wird Martin Schulz die ehemalige Volkspartei aus dem Loch führen können? Wir sind auf jeden Fall gespannt.

Fazit: Es geht im Fall des Sigmar Gabriel weniger um die Frage des Parteivorsitzes oder die Frage der SPD-Kanzlerkandidatur. Es geht um persönliche Glaubwürdigkeit und ein klares politisches Profil. Diese Frage reicht tiefer. Vom Rand sieht man die Dinge manchmal klarer. Eine Putzfrau hat ihm unlängst unter großem Beifall die Leviten gelesen, das ist Beweis genug für diese These.

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