+++ Erdogan weiter in den Schlagzeilen +++

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von der Watergate Redaktion

Es vergeht kaum ein Tag, an dem Erdogan keine negativen Schlagzeilen macht. Viel fehlt nicht mehr, um in der Rangliste der politischen Bösewichte auf Platz eins zu landen.

Am Freitag warfen die Vereinten Nationen (UN) der Türkei schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Kurden im Südosten des Landes vor. Die UN sprachen von „massiven Zerstörungen, Tötungen und zahlreichen anderen schweren Menschenrechtsverletzungen“ durch türkische Sicherheitskräfte zwischen 2015 und 2016. Das UN-Hochkommissariat sprach von 355.000 bis 500.000 Vertriebenen aus der Region, berichtet n-tv.


Eine ARD-Deutschland Trend Umfrage vom 9.3.2017 ergab, dass die Mehrheit der Deutschen Wahlkampfauftritte türkischer Politiker in Deutschland ablehnt. 75% der Bürger fordern sogar, dass die Bundesregierung der Türkei entschiedener entgegentritt. Nach Erdogans jüngstem Fehltritt am 6.3.2017, als er das Verhalten deutscher Behörden mit Nazi-Praktiken verglich, sind diese Umfrageergebnisse nicht verwunderlich.
Das deutsch-türkische Verhältnis bleibt weiter angespannt. Gestern hatte nun auch der türkische Außenminister Deutschland Nazi-Praktiken vorgeworfen und kündigte an, in 30 weiteren Veranstaltungen in Deutschland für das türkische Präsidialamt zu werben. Nun legte das Bundesverfassungsgericht nach und stellte klar, dass türkische Politiker in amtlicher Funktion keinen Anspruch auf Auftritte in Deutschland haben.

Was hat Erdogan vor? Nachdem bis noch vor einem Jahr Feindseligkeit zwischen Russland und der Türkei herrschte, wurde Erdogan jetzt nach seiner offiziellen Entschuldigung im Sommer 2016 wieder von Putin empfangen. Die Regierung in Moskau hob sogar teilweise Sanktionen gegen die Türkei auf.

Das politische Karussell dreht sich weiter. Watergate.TV bleibt dran.

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