+++ US-Notenbank will Zinserhöhung +++

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Watergate Redaktion

Die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat angekündigt, noch im März den Leitzins ein weiteres Mal zu erhöhen. Die Fed hatte den Leitzins bereits im Dezember 2016, nur wenige Wochen nach Trumps Wahl zum Präsidenten auf das aktuelle Niveau von 0,5 bis 0,75 Prozent angehoben. Die nächste Sitzung der Federal Reserve, die über den Zinssatz entscheidet, soll heute und morgen stattfinden. Es wird erwartet, dass die Fed den US-Leitzins auf 1,0 Prozent anhebt.


Seit Trumps Wahl im vergangenen November sind die US-Aktienmärkte im Wert um 3 Billionen US-Dollar gewachsen. Basierend auf Trumps Plan, das Wirtschaftswachstum durch ein massives Steuererleichterungsprogramm anzukurbeln, die Infrastruktur auszubauen sowie Regulierungen abzuschaffen, welche Amerikas Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität bislang behindert haben, hat bei Anlegern Hochstimmung ausgelöst und dem DOW seit dem Wahltag immer neue Hochs beschert.
Ist die auf wirtschaftlicher Hoffnung und glaubwürdigen Änderungen der Regulierungen aufgebaute Rallye nur eine andere Version gemachter und von früheren Präsidenten gebrochenen Wahlversprechen? Die Märkte reagierten jedenfalls zu euphorisch auf Trumps Ankündigungen, deshalb sei es aus Sicht der Fed nachvollziehbar, die Höhenflüge zu bremsen, so Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise. Denn nicht nur die Aktienkurse seien gestiegen, auch die Preise für Gewerbeimmobilien seien wieder viel zu hoch.
Zu hohe Kurse könnten die US-Wirtschaft zu sehr anheizen und somit die Inflation stark ansteigen lassen. Die US-Notenbank sehe sich in dieser Situation gezwungen, vorbeugend tätigt zu werden und der Entwicklung mit höheren Zinsen entgegenzutreten. Trump hat das mehrfach kritisiert, weil das seinen Absichten zuwider läuft.
Die Europäische Zentralbank (EZB) plant vorerst keine Erhöhung des Leitzinses. Der EZB-Präsident gab an, dass der EZB-Rat derzeit nicht plane, den Leitzins deutlich schneller als etwa im Quartalsrhythmus anzuheben, wie dies der Markt erwartet. Er sagte, die Medien und der Markt hätten gut verstanden, dass die EZB nicht beabsichtige, nach dem Vorbild der US-Notenbank den Leitzins in jeder Sitzung anzuheben. Das gelte immer noch.

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