Martin Schulz: Wolf im Schafspelz?!

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So jedenfalls sehen es immer mehr Menschen, und nicht nur die von der CDU/CSU. Dort ist man in die Offensive gegangen und hat öffentlich gemacht, für was der Kanzlerkandidat der SPD ihrer Meinung nach steht: Für Raffgier statt Gerechtigkeit, für Günstlingswirtschaft statt Leistungsprinzip und für einen Populismus a la Donald Trump. Predigt der heilige Martin Wasser und säuft Wein?

Stellt sich tatsächlich heraus, dass der neue Hoffnungsträger der bundesdeutschen Sozialdemokratie ein falscher Fuffziger ist, dann wird es nichts mit den Träumen vom Einzug in das Kanzleramt, von Posten für treue SPD-Gefolgsleute und von einem Machtapparat aus Günstlingen, wie ihn auch Donald Trump gerade aufbaut. Versucht da gerade ein linker Wolf im Schafspelz, die Wähler zu täuschen? Die Anzeichen dafür mehren sich.

Skrupellose Günstlingswirtschaft

In Brüssel ist man derzeit nicht gut auf den scheidenden Präsidenten des dortigen EU-Parlaments zu sprechen. Der Grund: Der Kandidat für das Amt des deutschen Bundeskanzlers hat nach Informationen aus verschiedenen Medien und Kanälen „seine Mitarbeiter als Präsident des Europaparlamentes mehrfach auf fragwürdige Art und Weise versorgt.“ (1) Vor allem der Wahlkampfmanager von Martin Schulz steht in diesem Zusammenhang derzeit im Fokus, denn der soll dubiose Gehaltszuschläge und deutlich überhöhte Reisekostenerstattungen erhalten haben.

Tausende von Euro für einen engen Mitarbeiter, das könnte für Martin Schulz selbst äußerst gefährlich werden, wenn sich die Unrechtmäßigkeit der Zahlungen bestätigt, so wie das führende Verwaltungswissenschaftler bewerten. Aber der heilige Martin schweigt zu diesen Bereicherungsvorwürfen ebenso wie zu weiteren Vorwürfen einer systematischen Günstlingswirtschaft in seinen EU-Zeiten. Per Dekret mehr Geld für einen Günstling – kein Problem?! Und das alles auf Kosten des braven Steuerzahlers! Ist das gerecht, Herr Schulz?

Scheinheiligkeit kennt keine Grenzen

Martin Schulz gibt sich als furchtloser Ritter im Kampf für eine gerechtere Welt. Er will Reichtum gerechter verteilen und an das Geld der Wohlhabenden ran, um es den Armen zu geben – ein moderner Robin Hood, so soll das strahlende Bild für die Wähler aussehen. Dumm nur, wenn es Fake ist.

Denn Insider aus Brüssel zeichnen ein ganz anderes Bild von Martin Schulz. Da wird von allen Seiten berichtet, dass Schulz demokratische Regeln des Parlaments einfach umgangen haben soll, von Rechtsbeugung wie bei keinem anderen Präsidenten vor ihm ist die Rede und von der gezielten Bevorzugung eigener Parteifreunde. Die Kritik kommt dabei im Übrigen auch von linker Seite. Es entsteht immer mehr der Eindruck eines Schein-Heiligen, der vor allem an sich selbst denkt.

Die Vorwürfe sind hart. So sagt Herbert Reul, der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, klipp und klar, er habe „selbst als Abgeordneter erlebt, wie Herr Schulz sein Amt ausgenutzt hat.“ (2)

Das alles erinnert fatal an Donald Trump und seine Vetternwirtschaft, die nur enge Vertraute und Gefolgsleute bevorzugt, während nach außen der Eindruck eines unbeugsamen Vertreters der kleinen Leute vermittelt werden soll. Der Bart ist ab, Martin Schulz, lautet ein erstes Zwischenfazit.

Raffgieriger Vertreter der Oberklasse

Martin Schulz gilt als Mann des Volkes. Er war arbeitslos, hat kein Abitur, und hat sich mühsam über eine Ausbildung zum Buchhändler und eine mehrjährige Tätigkeit bei verschiedenen Verlagen und Buchhandlungen zum selbstständigen Sortiments- und Verlagsbuchhändler hochgearbeitet. Respekt. Seine entscheidende Karriere aber hat er der Politik zu verdanken.

Nach über zwanzig Jahren als Mitglied des Europäischen Parlaments und von 2012 bis 2017 als dessen Präsident ist Martin Schulz längst ein Vertreter der Oberklasse. Dazu gehört persönlicher Reichtum, da muss er niemandem etwas vormachen. Aber gehört dazu auch Raffgier? Bereits 2014 wurde genau das berichtet, weil Martin Schulz als EU-Parlamentspräsident auch während Wahlkampfveranstaltungen ein so genanntes Tagegeld bekommen hat, das eigentlich nur für Ausgaben im Rahmen der Parlamentsarbeit bestimmt ist – das wurde ihm als Missbrauch angekreidet. (3)

Der Trump der SPD

Genau wie etwa der französischen Rechtspopulistin Marine Le Pen – die sich auch gerne als Vertreterin des einfachen Volkes ausgibt – werden Martin Schulz unlautere Methoden vorgeworfen. So ist alleine „von fünf Schulz-Vertrauten die Rede, die der Präsident der europäischen Volksvertretung zu Direktoren oder Generaldirektoren in der Parlamentsverwaltung befördert hätte.“ (4) Wir fragen im Namen des einfachen Volkes noch einmal: Ist das gerecht, Herr Schulz?

Noch härter geht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble mit dem heiligen Martin ins Gericht. Schäuble hat ihn mit Donald Trump verglichen, und zwar nicht wegen dessen Günstlingswirtschaft, sondern wegen der Art des Wahlkampfes, bei dem sich Schulz nach Einschätzung der Union etliche Dinge von Trump abgeschaut hat. (5)

Wobei das Werfen mit Dreck auch zu den Elementen von Trumps Kampagne gehört hat und man sich fragen muss, ob die CDU nicht gerade da selbst kopiert.

Fazit: Martin Schulz als der Gralsritter für eine bessere Welt – da sind nach den vorliegenden Erkenntnissen schwere Zweifel angebracht. Gut möglich, dass er hier nur Wahlkampf macht und sein eigentliches Ziel lediglich Wählerstimmen sind. Ein solcher Betrug wäre weit schlimmer als der jetzige Zustand einer ungerechten Welt.

 

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