+++ Steuerparadies Malta für Deutsche Konzerne +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 23.5.2017

Malta gilt als das europäische Panama für Unternehmen in Europa. Mit niedrigsten Steuersätzen wirbt Malta für europäische Unternehmen. Nur 5% Steuern müssen Konzerne dort bezahlen. Vor allem deutsche Konzerne nutzen Malta als Steuerparadies – und zwar mit sogenannten Tochterfirmen, die dort ansässig werden.

 

Wie das Recherchenetzwerk ‚European Investigative Collaboration‘ herausgefunden hat, gehen den EU-Mitgliedstaaten so Steuereinnahmen in Milliardenhöhe verloren. Aus den Rechercheergebnissen des EIC geht hervor, dass Konzerne wie BMW, BASF, Deutsche Bank, Merck, Bosch, Rheinmetall und die Lufthansa auf der Insel Tochterunternehmen angesiedelt haben. Die Höhe der Steuerverluste soll sich jährlich auf 2 Milliarden Euro belaufen. Das Konzept ist bekannt. Gewinne werden auf Tochterunternehmen gebucht und entkommen so den hohen Steuern im EU-Hauptland.

 

Doch nicht nur deutsche Unternehmen tummeln sich auf Malta. Dies betrifft nicht minder italienische und französische Unternehmen. Man trifft dort auch internationale Großkonzerne an wie JP Morgan, Total oder Ikea an. Nicht zuletzt emigrieren zahlreiche Politiker, Industrielle, Banker und Manager nach Malta, um dort Steuern zu sparen. Bislang konnte Malta seine Steuerpolitik gegenüber dem EU-Parlament verteidigen – das Land „habe nichts zu verheimlichen“, so der maltesische Finanzminister. Die Malteser sehen hinter diesen ‚Enthüllungen‘ eine Kampagne gegen Malta, nach dem sich viele Unternehmen aufgrund des Brexit dort angesiedelt hätten.

Auf Facebook liken