+++ Draghi: Mehr Kontrolle über Finanzgeschäfte in London +++

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Watergate Redaktion 24.5.2017

Der EZB-Präsident Mario Draghi hat davor gewarnt, dass die Eurozone nach dem Brexit weniger Kontrolle über in Großbritannien ansässige Clearinghäuser haben wird. Clearinghäuser sind Unternehmen, die bei der Abwicklung von Finanzgeschäften zwischen Käufer und Verkäufer stehen und einspringen, falls ein Handelspartner ausfällt. In Amerika gilt die Clearing-Pflicht für außerbörslich gehandelte Derivate, unter anderem als Konsequenz aus dem Lehman-Desaster 2008. Seinerzeit wusste niemand genau, mit wem die Skandalbank Geschäfte gemacht hatte. Laut Insidern will Draghi diese Geschäfte unter die Kontrolle der Euro-Zone bringen, denn die Zugriffsrechte von EU-Aufsehern würden nach dem Brexit verfallen. Die Euro-Zone beinhaltet die EZB und die 19 nationalen Euro-Notenbanken. Clearinghäuser müssten dann in Euro abgewickelte Geschäfte nach dem Brexit in der Euro-Zone tätigen. Die EU-Kommission wird dazu bald einen Gesetzesentwurf vorlegen, der laut Kommission darauf abzielt, solche Finanzgeschäfte stabiler zu gestalten.

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