+++ Juncker muss zu Panama-Papers aussagen +++

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Watergate Redaktion 30.5.2017

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker muss jetzt bei der sogenannten Panama-Papers Affäre vor einem Brüsseler Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. Finanzexperten des Europaparlamentes kritisierten, Junckers Steuerpolitik in Luxemburg habe in Europa zu großen Steuerausfällen in EU-Ländern geführt. Allein in Deutschland seien so rund 200 Millionen Euro Steuern am Fiskus vorbeigeschleust worden. Die sogenannten „LuxLeaks“ haben Juncker jetzt in Bedrängnis gebracht. Ein Recherchenetzwerk hatte herausgefunden, wie multinationale Konzerne in Luxemburg Millionen Steuergelder zu Lasten anderer EU-Länder am Fiskus vorbeischleusten.

 

Juncker war jahrelang Regierungschef und Finanzminister in Luxemburg. Bereits 2015 hatte Juncker vor einem Sonderausschuss des EU-Parlaments zur LuxLeaks Affäre bestritten, Steuerhinterziehung in Luxemburg zu begünstigen. Jetzt muss er sich erneut vor einem Untersuchungsausschuss über seine Rolle in der LuxLeaks Affäre verantworten. Die sogenannten Panama-Papers hatten vor gut einem Jahr Aufsehen erregt. Es handelt sich um vertrauliche Unterlagen der Beratungsfirma Mossack Fonseca, die Journalisten zugespielt wurden. Sie zeigen Strategien zur Steuervermeidung, geben aber auch Hinweise auf Geldwäsche und andere Delikte.

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