+++ Merkel will Freihandel mit China +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 1.6.2017

Gestern traf der chinesische Ministerpräsident Li Kequiang zu Handelsgesprächen mit Bundeskanzlerin Merkel in Berlin ein. Die Hauptthemen, die heute besprochen werden, sollen wirtschaftliche Beziehungen, Handel, Klimaschutz und Außenpolitik sein. Dabei wurde bereits klar, dass China und Deutschland auf freien Handel und offene Märkte setzen wollen. Merkel suche in „Zeiten globaler Unsicherheiten“ zuverlässige Partner mit Verantwortung. Sie wolle die deutsch-chinesische Partnerschaft ausbauen und sich für eine geregelte Weltordnung einsetzen, so Merkel. Der chinesische Ministerpräsident bekräftigte, Deutschland könne sich beim kommenden G20 Gipfel in Hamburg auf China verlassen.

 

Deutsche und europäische Unternehmen sehen den Handel mit China jedoch bisher eher skeptisch. Während China immer mehr in Deutschland und Europa investiere, schotte es sich dagegen ab, ausländische Unternehmen im eigenen Land ansässig zu werden oder dort zu investieren. Für deutsche Autobauer gilt China eher als Konkurrent denn als Handelspartner – China will eine Produktionsquote für Elektroautos einführen. Auf diesem Sektor hinken die deutschen Autobauer aber noch stark hinterher. Beim Klimaschutz gab es die Einigung, diesen gemeinsam vorantreiben zu wollen, obwohl China noch als größter Klimasünder gilt. Kritiker bemängeln zudem die gravierenden Menschenrechtsverletzungen in China. China käme seinen völkerrechtlichen Verpflichtungen nicht nach, Merkel müsse auch dieses Problem ansprechen. Bisher haben die Chinesen auf dieses Thema nicht reagiert.

Auf Facebook liken