Glyphosat: Der neue schreckliche Verdacht

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Schlimm: Die europäische Chemikalienagentur Echa hat bestätigt, dass Glyphosat schwere Augenschäden verursachen kann, dass es Gift für das Wasser-Ökosystem sei und dies lang anhaltende Folgen habe (z. B. http://www.salzburg24.at/glyphosat-greenpeace-erstellte-liste-ueber-vorkommnisse/5013975). Dennoch: Die Krebsgefahr sei nicht bewiesen.

Schon 311 von insgesamt 2.100 von Greenpeace befragte Gemeinden in Österreich verzichten daher auf das giftige Mittel. Die EU überlegt, ob sie die aktuell noch immer laufende Zulassung des höchst umstrittenen Glyphosat nunmehr verlängern soll.

Daher tauchte ein fürchterlicher Verdacht auf:

Glyphosat: Ertragspotenzial versus Gesundheit?

Zur Geschichte des Mittels:

Zweimal jährlich müssen Hofbetreiber, die keine Biobauernhof bewirtschaften, entscheiden, ob sie Herbizide zur Ertragssteigerung einsetzen wollen oder ihr Gut auf andere Weise vor Unkraut schützen wollen. Die wenigsten denken über eine Unkrautbekämpfung mit natürlichen Mitteln nach. In der Regel greifen konventionelle Landwirte zu chemischer Unkrautbekämpfung.

Die Chemie-Bombe: Chemische Pflanzenschutzmittel sind eindeutig gesundheitsgefährdend

Dabei stehen den Landwirten verschiedenste Mittel zur Verfügung. Prominent geworden ist jedoch ein Wirkstoff: Glyphosat, der auch unter dem Markennamen Roundup des Agrochemie-Konzerns Monsanto bekannt ist.

Die EU-Kommission musste sich zuletzt vor knapp einem Jahr auf Wunsch einiger Bundestagsabgeordneter mit dem Mittel auseinandersetzen. Es ging um die Zulassung von Glyphosat für die EU. Der Antrag der Bundestagsabgeordneten verwies auf das Krebsrisiko, das von dem Mittel ausgehe. Deshalb müsse die Neuzulassung durch die EU verhindert werden.

Glyphosat ist ein Wirkstoff des US-Saatgut-Konzerns Monsanto und kommt seit 1974 weltweit in großen Mengen bei der Unkrautvernichtung zum Einsatz. Er steht nicht nur im Verdacht, krebserregend zu sein, sondern verantwortliche Ursache für viele weitere schwere Krankheiten, gehäuft bei Landwirten und deren Nutztieren auftretend, zu sein.

WHO verharmlost die Gefahr von Glyphosat

Eine „Untersuchung“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2016 ergab allerdings, dass „Glyphosat nicht krebserregend sei“;  „es brauche lediglich klare Grenzwerte in der Anwendung.“ Daher hat die EU-Kommission die Zulassung des Pflanzenschutzmittels vorerst bis zum 31.12.2017 verlängert.

Wird sie nun noch einmal verlängert?

Die oben genannte Aussage der europäischen Chemikaliengentur Echa legt genau dies nahe. Auch wenn die Folgen nach den eigenen Forschungen „lang anhaltend“ seien. Ein Skandal.

Der öffentliche Widerstand auch durch Landwirte wird größer

Diese Entscheidungen stoßen jedoch europaweit auf Kritik. Inzwischen haben selbst und teils federführend Landwirte den Protes übernommen und klären die Bevölkerung über die gesundheitsgefährdenden Wirkungen von Glyphosat auf. Einige Beispiele dazu:

So testete ein belgischer Züchter die Wirkung am Futter für die hofeigenen Zuchtschweine. Er registrierte neue Erkrankungen und auch Missbildungen, die analog zur abgegebenen Menge von Glyphosat zunahmen.

Ein Landwirt aus Frankreich hatte vor Gericht Erfolg mit der Klage wegen der Schädigung seines Hirns, die er erlitten habe, als er ein Herbizids eingeatmet hatte. Klagegegner war der berüchtigte Konzern Monsanto.

 Rätselhafter Tod bei Nutztieren

Inzwischen nimmt der Tod von Nutztieren, vor allem von Rindern aus bislang nicht geklärter Usache stetig zu. Dies registrieren Tierschützer auch für die Anzahl an Missbildungen. Die wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Milchbauern sind dramatisch.

Zudem steigt auch die Anzahl der Gesundheitsprobleme von Hofbetreibern und deren Kunden signifikant.

  • So konnte der BUND bei immerhin 44 % der untersuchten Stadtbewohner Glyphosat in deren Urin nachweisen. Deshalb verlangt die Organisation von der Bundesregierung sogeannnte „langfristige Monitoringprogramme“, um die Vorkommnisse von Glyphosat sowohl in Nahrungsmitteln wie auch in unserer Umwelt zu prüfen.
  • Die Heinrich-Böll-Stiftung fand bei annähernd 100 % der untersuchten Testgruppe Glyphosat.
  • Die Universität in Leipzig beschäftigte sich mit den Langfristfolgen auf Lebewesen. Das Ergebnis ist deutlich: In jeder Beziehung, etwa bei der Verstoffwechselung, sei Glyphosat für alle Lebewesen ungesund.

Gegen die Lobbyisten

Es bleibt also trotz der gegenteiligen Aussagen etwa durch die Weltgesundheitsorganisation: Die untersuchten „Pflanzenschutzmittel“, also Herbizide wie auch Pestizide, sind hochriskant. Wer sich dagegen wehren möchte, muss daher eine Gegenöffentlichkeit bilden. Muss sich zusammenschließen und sollte auch die Landwirtschaft in die Gegenöffentlichkeit einbinden.

Die Landwirte sind diejenigen, die unsere Versorgung mit Lebensmitteln gewährleisten. Ohne sie würden wir schlicht verhungern. Unterstützen wir sie dabei, denn wir sind diejenigen, die ohne die Landwirte nicht überleben können.

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