+++ Griechenland: Probleme werden weiter hinausgeschoben +++

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Watergate Redaktion 6.6.2017

Die IWF-Chefin Christine Lagarde hat jetzt im Konflikt um den Schuldenerlass für Griechenland den Gläubigern mehr Zeit angeboten. Der IWF hatte sich für ein weiteres Hilfspaket für Griechenland ausgesprochen, jedoch gleichzeitig einen teilweisen Schuldenerlass gefordert. Wenn Gläubiger noch nicht so weit wären, die Annahmen des IWF zu akzeptieren, räume sie diesen gerne mehr Zeit ein, die Vorschläge zu prüfen.

 

Finanzminister Schäuble akzeptierte ein weiteres Hilfspaket für Griechenland, lehnte aber die vom IWF vorgeschlagenen Schuldenerleichterungen ab. Schäuble hatte indes einen eigenen Rettungsplan in Washington vorgestellt. Er wolle einen Europäischen Rettungsfonds einrichten, der sich ohne den IWF um Europas finanzielle Probleme kümmern solle. Der Rettungsfonds soll zu einem Europäischen Währungsfonds ausgeweitet werden, der die Unterstützung und Einmischung des IWF in europäische Angelegenheiten künftig ausschließe.

 

In den nächsten Tagen wird der IWF nach Athen reisen, um den Stand des Schuldenabbaus zu prüfen. Danach werde entschieden, ob Griechenland weitere finanzielle Unterstützung vom IWF erhält.

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