+++ Erreicht Macron die absolute Mehrheit? +++

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Watergate Redaktion 8.6.2017

 

Nach aktuellen Umfragen sieht es für Macron und seine Bewegung „En marche“ nach einem deutlichen Sieg bei den französischen Parlamentswahlen am 11. und 18. Juni aus. Die Rede ist schon von einem „historischen Sieg“, den zuletzt Charles de Gaulle mit seinen „Gaullisten“ 1968 erreicht habe. Dies wäre dann ein Phänomen, da Macrons Partei erst vor einem Jahr gegründet wurde. Nicht umsonst hatte sich Macron mit Beschlüssen bisher weitgehend zurückgehalten.

 

Doch einer seiner ernannten Kabinettsminister ist schon jetzt in den Fokus von Ermittlungen geraten. Der Stadtplanungsminister Ferrand soll unsaubere Finanzgeschäfte getätigt haben. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Auch gegen die neue Europa-Ministerin de Sarnez soll es bereits Vorwürfe geben. Es seien „Unregelmäßigkeiten“ bei der Beschäftigung einer Mitarbeiterin im Europaparlament festgestellt worden.

 

Der Ausgang der Parlamentswahlen wird darüber entscheiden, ob Macron sein Programm umsetzen kann.  Erringt seine Partei keine oder nur eine knappe Mehrheit, ist er auf die Zusammenarbeit mit der Opposition angewiesen. Wenn Macron seine Vorhaben kompromisslos umsetzen will, braucht er einen absoluten Sieg. Schon wie bei seiner Wahl zum Präsidenten sieht ja alles danach aus.

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