+++ May verliert absolute Mehrheit +++

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Watergate Redaktion 9.6.2017

Was sich in den vergangenen Tagen schon abzeichnete, ist bei den gestrigen Neuwahlen zum britischen Parlament zur Gewissheit geworden. Premierministerin May hatte zu den vorgezogenen Neuwahlen aufgerufen, weil sie sich dadurch eine absolute Mehrheit als Rückenstärkung für die Brexit Austrittsverhandlungen mit der EU erhofft hatte und die Opposition schwächen wollte. Nun sieht es aber ganz anders aus. Die Konservativen Tories haben zwar noch die meisten Stimmen, aber nicht mehr die absolute Mehrheit. May hat sich selbst ein Eigentor geschossen.

Mays Herausforderer Jeremy Corbyn von der Labour Partei forderte ihren Rücktritt und meldete eigene Führungsansprüche an. Jeremy Corbyn erreichte starke 40%, mit denen kommt er aber nur auf Platz zwei im Britischen Unterhaus. Die Konservativen müssten sich nun einen Koalitionspartner für die Regierungsbildung suchen und gehen damit eher geschwächt in die Brexit Verhandlungen.

 

Unternehmer und Banken sehen es nun als wahrscheinlich an, dass sich die Brexit Verhandlungen verzögern. May Kritiker sprechen von einer Zeitenwende. Es habe sich gezeigt, dass es doch Alternativen zu den Konservativen gibt. Denn Corbyns politische Forderungen haben die Briten anscheinend mehr überzeugt, als Mays desaströse Terror- und Sozialpolitik. Corbyn ist für „softe“, sozial verträgliche Austrittsverhandlungen mit der EU. Und er will die Bürgerrechte aufgrund des Terrorismus nicht beschneiden und ist gegen Neoliberalismus. Die britische Mainstream Presse und die EU stellten ihn als Verlierer dar. Wie es aussieht, hat man sich auf breiter Basis verzockt.

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