+++ Griechenland bekommt wieder Geld von der EU +++

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Watergate Redaktion 16.6.2017

Am Donnerstag haben die Euro-Finanzminister beschlossen, Griechenland mit einer weiteren Finanzspritze von 8,5 Milliarden Euro aus dem Eurorettungsschirm zu unterstützen. Auch der IWF hat seine finanzielle Beteiligung zugesagt. Bis zuletzt gab es Uneinigkeit mit dem IWF, da dieser einen Schuldenschnitt für Griechenland gefordert hatte, der eine Streckung von Zins und Tilgung vorsieht. Denn die von Griechenland umgesetzten Reformen stimmten die Gläubiger bisher zufrieden.

 

Bundesfinanzminister Schäuble hat bis dato Schuldenerleichterungen für Griechenland abgelehnt. 2018 soll nun erneut Griechenlands Situation analysiert und dann entschieden werden, ob Schuldenerleichterungen eingeräumt werden. Auf die Griechen werden noch härtere Zeiten zukommen. Denn für die Finanzspritze müssen sie ein hartes Sparprogramm und Privatisierungen durchführen. Vor allem die Renten sind dann erneut betroffen – diese sollen ab 2019 um 19% gekürzt werden, Steuerfreibeträge sinken um 24%.

 

Zu Recht kam die Frage auf, ob Griechenland seine Schulden jemals abbezahlen können wird. Der IWF geht davon aus, dass dies nicht möglich sein wird und fordert deshalb Erleichterungen für Griechenland. Schäuble glaubt jedoch an ein Wirtschaftswachstum in Griechenland und will vorerst keinen Erleichterungen zustimmen.

 

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