+++ EU will europaweite Altersversorgung +++

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Watergate Redaktion 3.7.2017

Die EU ist der Ansicht, dass sich die EU Bürger nicht ausreichend für ihre Rente absichern. Bei so einer Aussage stockt einem der Atem vor Fassunglosigkeit. Denn der Blick nach Griechenland zeigt, zu welchen Sparmaßnahmen die Griechen gezwungen wurden. Das Ergebnis ist, dass Rentner immer mehr enteignet werden und tausende nicht wissen, wovon sie leben sollen. Ein Trend, der sich in ganz Europa immer weiter ausbreitet, denn auch hierzulande gibt es immer mehr Rentner, die von ihrer Rente nicht mehr leben können und mit menschenunwürdigen Jobs dazuverdienen müssen. Für viele ist es zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben.

Nun meint die EU den EU Bürgern eine private Altersversorgung anbieten zu müssen, die „den Kunden mehr Rechte geben soll“. Das Vorsorgeprodukt liegt im EU-Rechtsrahmen für Sparpläne und soll gesetzliche und betriebliche Renten ergänzen, nicht ersetzen. Es soll eine einfache und sichere Auswahl bieten; zumindest das eingesetzte Kapital soll garantiert werden. Alle fünf Jahre soll man die Möglichkeit erhalten, den Anbieter zu wechseln. Bei Umzug in ein anderes EU Land sollen sich die Vertragsbedingungen nicht ändern – da Produkt kann „mitgenommen“ werden.

Angeboten werden soll das neue Produkt „Prepp“ von Banken, Versicherungen, Wertpapierfirmen und betrieblichen Rentenkassen. Das neue EU-Produkt würde diesen Unternehmen zu dem wirtschaftlichen Auftrieb verleihen.

Im Prinzip wieder ein Produkt, das Banken und Versicherungen hilft – dem EU Bürger aber nicht wirklich Vorteile bietet. Die Einlagensicherung des investierten Kapitals kann auch hier nicht als Verbesserung angesehen werden. Berufstätige, die schon am Existenzminimum sind, werden auch diese private Altersvorsorge nicht in Anspruch nehmen können. Wesentlich hilfreicher für die EU-Rentner wäre eine sinnvolle Investition der Steuer-Milliarden in ein stabiles und faires Rentensystem. Doch davon sind wir ganz weit weg – der Verarmung der Rentner und Alten wird mit diesem „geistreichen“ Einfall aus der Ideenwerkstatt der EU mit Sicherheit kein Einhalt gewährt.

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