+++ Steuerkonzept von Schulz benachteiligt Alleinerziehende +++

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Watergate Redaktion 3.7.2017

Martin Schulz hatte in seinem Wahlprogramm vollmundig angekündigt, umfassende Steuererleichterungen für die „hart arbeitende Bevölkerung“ zu erlassen. Wie Focus online nun berichtet, hat ein Wirtschaftsprofessor aufgezeigt, dass Mindestlöhner und Alleinerziehende stark benachteiligt werden.

Denn die maximale Steuerersparnis werden Besserverdienende mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen zwischen 4.500 und 7.000 Euro haben. Familien mit zwei Kindern kommen dabei am besten weg, denn mit dem „Familiensplitting“ sparen diese mit dem Steuermodell am meisten. Die Steuerersparnis liegt zwischen 20 und 25 %. Paare, die gemeinsam mehr als 11.500 Euro verdienen, sparen unterm Strich wieder weniger. Mit steigendem Einkommen sinkt die Steuerersparnis also wieder.

 

Singles, die 1.000 Euro brutto verdienen, haben die geringste Steuerersparnis. Arbeitnehmer, die einen Mindestlohn von 1.500 Euro erhalten, trifft es am härtesten. Denn sie müssen ebenfalls Sozialbeiträge bezahlen und sparen nur ca. 7 %. Das Konzept bevorzugt Familien mit zwei Kindern, bei Alleinerziehenden sieht es allerdings düster aus. Denn gerade in diesen Konstellationen wären Steuererleichterungen dringend angezeigt – ebenso bei Mindestlöhnern und geringverdienenden Singles, die alleine schier ums Überleben kämpfen müssen.

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