+++ Die Rentenlügen der Bundesregierung +++

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Watergate Redaktion 4.7.2017

„Die Rente wird stabiler, längeres Arbeiten erhöht die Leistung“. Mit diesen Aussagen stellt die Bundesregierung die Lage der Altersversorgung falsch dar, berichtet Focus online und hat die Aussagen als schlichte Lügen entlarvt. Die Neuregelung der Betriebsrenten soll attraktiv sein als dritte Säule gegen Altersarmut. Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen solche Vereinbarungen künftig in Tarifverträgen festlegen können. Faktisch ist es aber so, dass Tarifbindungen in Betrieben immer mehr abgeschafft werden. Zudem werden Arbeitgeber zunehmend von ihrer Haftung für Betriebsrenten ausgenommen. Außerdem werden Betriebsrenten zusätzlich mit Sozialabgaben belastet – die Netto Betriebsrente schrumpft also zusätzlich.

Wer länger arbeitet soll mehr Rente bekommen. Auch dies ist meist laut Focus nicht zutreffend. Der Arbeitnehmer zahlt zwar mehr Beiträge in die Rentenkassen ein und bekommt für jeden Monat oberhalb der Rentengrenze einen Zuschlag. Jedoch entfällt für jedes Jahr oberhalb der Regelaltersgrenze der Rentenanspruch. Unterm Strich also ein Verlust, der durch längeres Arbeiten nicht ausgeglichen werden kann.

Auch nicht jeder, der schon mit 63 in Rente geht, kann dies abschlagsfrei tun. Denn Anspruch auf die abschlagsfreie Rente mit 63 haben nur Versicherte, die vor 1953 geboren sind. Trotz Versprechen der SPD, die Rente werde stabiler, sieht die Wirklichkeit anders aus. Was Schulz verspricht ist de facto nur eine Umverteilung der Lasten. Jüngere haben demnach höhere Beiträge und Steuern zu tragen. Ebenso sind die Renten langfristig entgegen der Versprechungen nicht sicher. Aktuell bestreiten drei Arbeitnehmer die Rente für einen Rentner. In Zukunft wird sich dieses Verhältnis weiter verschlechtern, wenn mehr Arbeitnehmer aus dem Berufsleben ausscheiden – sei es durch Rente oder Arbeitslosigkeit.

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