+++ Privatkonzerne kontrollieren Weltbruttosozialprodukt +++

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Watergate Redaktion 5.7.2017

Der Schweizer Globalisierungsgegner Jean Ziegler ist anlässlich des G20 Gipfels, der am 7. und 8 Juli in Hamburg stattfinden wird, im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg aufgetreten. Während Hamburg sich in eine Hochsicherheitsfestung verwandelt hat, kritisiert er, dass die 500 größten Privatkonzerne über 50% es Weltbruttosozialproduktes kontrollieren und der G20-Gipfel abgeschafft werden müsse. Die Zusammenkunft der G20-Staaten sei ein illegales Treffen der „Befehlsempfänger und Lakaien“ des Großkapitals.

Der G20 Gipfel habe keinerlei rechtliche und politische Berechtigung. Unter dem Schutz von tausenden von Polizisten und Soldaten kämen die Regierungschefs zusammen, um Beschlüsse zu fassen, die niemand kenne und weder kontrollieren noch beeinflussen könne. Ziegler fordert, dass die dringenden Probleme der Welt im Rahmen der Vereinten Nationen in einer offenen Diskussion gelöst werden müssen. Im Menschenrechtsrat der UNO kämpft er seit Jahren als Vizepräsident gegen Hedgefonds, die er als „schlimmste Instrumente des Raubtierkapitalismus“ bezeichnet

Eine der schlimmsten Maßnahmen, denen die ärmsten Länder zum Opfer fallen würden, sei die Auslandsverschuldung. Hedgefonds würden dabei über 1000 % Profit machen. Der Menschenrechtsrat wollte diese Hedgefonds verbieten. Dies hatten jedoch unter dem Druck der Großbanken Deutschland, die USA und die meisten EU-Staaten verhindert.

Gewalt sei jedoch nicht die Lösung – der Rechtsstaat Deutschland liefere alle Waffen, um eine notwendige Strukturreform der „kannibalischen Weltordnung“  durchzusetzen. Er sagt: „Widerstand ist möglich – und er wächst. Die Feinde können alle Blumen abschneiden, aber nie können sie den Frühling beherrschen“.

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