+++ Impfpflicht in Italien für Schüler +++

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Watergate Redaktion 12.7.2017

Die italienische Regierung hat im Mai 2017 beschlossen, dass es eine generelle Impfpflicht für Schulkinder in Italien geben soll. Alle schulpflichtigen Kinder müssen ab diesem Schuljahr gegen zwölf Krankheiten geimpft sein, bevor sie in die Schule eintreten. Eltern, die sich weigern, ihre Kinder zu impfen, müssen beim Jugendamt gemeldet werden. Sie haben dann mit Geldstrafen bis zu 7.000 Euro zu rechnen, schlimmstenfalls kann ihnen das Sorgerecht entzogen werden.

Italiens Regierungschef Gentiloni begründete den Schritt mit den Worten: „Man müsse die Verbreitung antiwissenschaftlicher, also impfkritischer Theorien unterbinden, die zu einer Zunahme von Impfverweigerern geführt habe“.

Es gibt immer mehr Berichte, die belegen, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismuserkrankungen bei Kindern gibt. Dies ist einer der Gründe, warum immer mehr besorgte Eltern ihre Kinder diesem Gesundheitsrisiko nicht mehr aussetzen wollen. Das Eingreifen in der Regierung in das Selbstbestimmungsrecht italienischer Eltern bedeutet de facto eine Entmündigung italienischer Bürger. Immer mehr Bürgerorganisationen haben daher in Italien zu Protestkundgebungen gegen die Impfpflicht aufgerufen.

Auch in Deutschland rücken wir einer Impfflicht immer näher. Bundesgesundheitsminister Gröhe sagte unlängst: „Wer sich impfen lässt, zeigt damit nicht nur Verantwortungsgefühl für sich selbst, sondern für die gesamte Gesellschaft. Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern. Wir brauchen jetzt eine Kraftanstrengung von Ärzten, Kitas, Schulen und allen anderen Verantwortlichen, um die Impflücken zu schließen.“

„Mit dem Präventionsgesetz gehen wir einen wichtigen Schritt, um die Impfbereitschaft zu steigern. In Zukunft müssen alle Gesundheits-Untersuchungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden, um den Impfschutz zu überprüfen und wichtige Schutz-Impfungen vorzunehmen. Unser Ziel ist, dass möglichst alle Kinder in Kitas und Schulen einen Impfschutz haben. Deshalb wird der Nachweis über die ärztliche Impfberatung Voraussetzung für die Aufnahme in die Kita.“

Damit wird auch die Impfflicht in Deutschland bald folgen.

 

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