+++ Konjunktur „wächst“: Wirklich? +++

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Watergate Redaktion 1.8.2017

Die Konjunktur in der Euro-Zone ist um 0,6 % angestiegen. Der „Motor“ würde wieder durchstarten, heißt es aus Kreisen der Wirtschaftsanalysten. Selbst der Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, freute sich kürzlich über die angeblich starke Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt BIP gibt an, wie hoch der produzierte und gehandelte Wert einer Volkswirtschaft ist. 0,6 % Zuwachs im zweiten Quartal könnten hochgerechnet also dazu führen, dass die Wirtschaft um 2,4 % binnen eines Jahres wächst. Das wäre ein „guter“ Wert. Die „kräftige“ Erholung, die Draghi bescheinigte, ist dies allerdings noch nicht.

Denn die Geldmenge beeinflusst auch die Preise und damit die Werte in einer Volkswirtschaft. Das bedeutet, die gestiegenen Wirtschaftszahlen hängen unmittelbar mit der Geldschwemme der EZB zusammen. Dies kann kein gutes Zeichen sein. Angesichts der stets(!) steigenden Geldmenge müsste die Wirtschaftsleistung stärker wachsen.

Watergate.tv meint: Immerhin, die Wirtschaft wächst. Dass der Konjunkturmotor jedoch angesprungen sei, ist ein Ammenmärchen. Im Gegenteil: Wenn die Preisblasen verschiedener Märkte platzen, dann könnte dies das zarte Pflänzchen Wachstum in der EU schnell wieder zerstören.

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