+++ Deutsch-türkisches Verhältnis weiter angespannt +++

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Watergate Redaktion 7.8.2017

In dem in der Türkei aktuell stattfindenden Putsch-Prozess, bei dem auch Präsident Erdogan selbst aussagen will, hat jetzt ein türkischer Luftwaffenkommandeur, General Akin Öztürk Deutschland belastet. Er sagte, ausländische Drahtzieher seien am Werk gewesen, vor allem Deutschland. Doch ob die Aussagen des Generals glaubwürdig sind, ist zu bezweifeln.

Wahrscheinlicher ist, dass er diese unter massivem Druck gemacht hat. Denn bei den Festnahmen nach dem Putschversuch sah der General verletzt aus wie nach einer Folter. Dass der unter Druck gesetzt worden ist, ist umso wahrscheinlicher, da Erdogan mit der Einführung der Todesstrafe droht. Obwohl er beim dem Putschversuch nicht mehr im Amt war, bezeichnet ihn die türkische Staatsanwaltschaft als Putschführer.

So wurde von ihm nach der Festnahme auch keine Original Aussage veröffentlich, sondern ein „Zitat“ aus den Vernehmungsprotokollen, die die staatliche Nachrichtenagentur veröffentlicht hat. Öztürk habe die Absicht gehabt, den Putsch durchzuführen, so die Veröffentlichung.

Wenige Wochen später sagte der General jedoch bei einer öffentlichen Anhörung, er habe den Putsch weder geplant noch durchgeführt. Ein Jahr später haben sich seine Aussagen jedoch verändert, Deutschland stecke auch hinter den Putschversuchen. Was hat Erdogan vor? Warum will er das politische Verhältnis zu Deutschland unbedingt schädigen? Watergate bleibt dran.

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