TRAURIG: Angela Merkel – am Tropf der alten US-Herrschaftsclique?

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Der US-Kongress hat die Sanktionen gegen Russland kürzlich beschlossen. Europäische und chinesische Volkswirte wissen: Die alte US-Herrschaftsclique vernichtet unser Kapital. Was macht Angela Merkel?

Russland fängt jetzt an und steuert dagegen. Das Land erklärte, es wolle raus aus der Dollar-Abhängigkeit (siehe heutige News http://www.watergate.tv/2017/08/08/russland-steigt-aus-us-zahlungssystem-aus/). Viele politische Analysten sehen in den Sanktionen einen Machtkampf in den USA. Die alte Herrschaftsclique versucht noch einmal, ihre Ansprüche durchzusetzen. Trump und Europa sind nur eine Figur in diesem Spiel, wenn es nach dieser Ansicht geht.

Russland setzt dabei jetzt auf Europa (vgl. https://www.heise.de/tp/features/US-Sanktionen-Russlands-Hoffnungen-richten-sich-auf-die-EU-3785002.html?seite=2). Vergeblich? Wir wissen es noch nicht. Die Informationen im Westen und vor allem in den Massenmedien sind dünn. Deshalb dokumentieren wir hier die kaum bekannte Sichtweise aus Russland.

„RT International“ sieht den militärisch-industriellen Komplex nahe am Untergang, also die alte Herrschaftselite. Auch wenn sich scheinbar „nur“ die US-Regierung selbst zerlegt und Donald Trump ein Chaot ist.

Wir dokumentieren, wie es die Journalistin Danielle Ryan sieht (https://www.rt.com/op-edge/398234-us-military-dominance-global/). Der US-Imperialismus, so heißt es, sei dem Untergang gewidmet. Die Analyse beginnt mit einem – russischen – Blick auf das Ziel der US-Herrschaftselite.

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US-Politik: Fokus auf Weltherrschaft

Die USA haben in den vergangenen fünfzig Jahren zu viel Geld für den militärisch-industriellen Komplex ausgegeben. Sie haben sich darauf konzentriert, durch die Finanzierung und Ausbildung von Terror-Gruppen weltweit Konflikte zu erzeugen und aufrecht zu erhalten. Diese Politik diente leider nur der Aufrechterhaltung und Versorgung der Kriegsindustrie. Dadurch hat die US-Wirtschaft aber seit den sechziger Jahren immens gelitten und sich bis heute davon nicht erholt.

Die Welt will sich von der US-Herrschaft befreien

Die Welt kann nur ein begrenztes Maß an Leid und Unterdrückung ertragen. Deswegen stellen jetzt mindestens drei Länder Ansprüche auf die weltimperialistische Krone. Unfähig ihren Schuldenberg zu bezahlen, werden die USA vom Iran, Russland und China militärisch und wirtschaftlich herausgefordert. Die militärische Präsenz auf den Weltmeeren und am Himmel der Herausforderer steigt. Eine Rolle, die bisher die USA einnahmen, indem sie in fremde Lufträume und territoriale Seegebiete anderer Länder eindrangen. Chinas Wirtschaft ist dabei, die USA zu überflügeln. Symptome für den schwindenden globalen Einfluss Amerikas.

Symptome für die versiegende US-Macht

Im Januar hatte der Iran amerikanische Seeleute festgenommen, nachdem US-Navy Schiffe in die iranischen Hoheitsgewässer eingedrungen waren. Amerikanische Analysten waren „schockiert“ über die „dreiste“ Handlung des Iran und bemängelten diesen Vorfall als „Schwäche“ Obamas.

Im Mai und Juli gab es weitere Vorfälle mit amerikanischem Militär, bei dem sich die bedrohten Staaten gegen den US-amerikanischen Aggressor zu Wehr setzten: Amerikanische Aufklärungsflugzeuge waren der chinesischen Küste zu nahe gekommen und von chinesischen Kampffliegern abgedrängt worden.

Ebenso zwei nuklear bestückte US-Bomber, die von Jagdfliegern abgefangen wurden. Ein Kriegsschiff der US-Navy, das sich im Persischen Golf aufhielt, gab Warnschüsse an ein iranisches Kriegsschiff ab, nachdem sich dies unaufhaltsam dem amerikanischen Schiff genähert hatte.

Einige Beispiele die zeigen, dass es immer wieder Zwischenfälle mit amerikanischem Militär gibt. Neben der Tatsache, dass sich russische und amerikanische Kampfjets und Bomber regelmäßig über der Ostsee und dem Schwarzen Meer ins Gehege kommen.

Respekt vor den USA schwindet

Die Bereitschaft, auf Konfrontationskurs mit dem amerikanischen Militär zu gehen, ist bezeichnend für Washingtons Problem. Globaler Einfluss und Macht schwinden, Land und Militär erhalten international immer weniger Respekt, aufstrebende Kräfte fordern ihre eigenen nationalen Interessen kraftvoller ein denn je. Die US-Dominanz im südchinesischen Meer ist dahin.

Russland traut sich, die NATO Osterweiterung zu behindern. Im Mittleren Osten ist die wirtschaftliche und militärische Stellung Russlands mit den USA mindestens gleichauf, so die russische Journalistin.

Obwohl die USA weltweit über 800 Militärbasen unterhalten, können sie die Welt nicht mehr so diktieren, wie sie es wollen. Die Machtposition der USA, die sie so verzweifelt aufrechtzuerhalten versuchen, wird mehr und mehr angegriffen. Das Ziel der „Herausforderer“ ist das Ende der US-Dominanz, hin zu einer multipolaren Welt.

Westliche Medien stellen USA als freundliche Weltpolizei dar

Die Bestrebungen anderer Länder, sich von der US-Vorherrschaft zu befreien, werden von den westlichen Medien meist als Aggression gegenüber den USA dargestellt. Das amerikanische Verhalten jedoch wird als freundlich und unabdingbar für den internationalen Frieden beschrieben.

Amerikanische Politiker suchen immer gerne einen „Buhmann“ für die schwindende US-Macht. Waren es in der Vergangenheit George W. Bush, der von den Demokraten für die Irak Invasion kritisiert oder Obama, der von Republikaner als „schwach“ tituliert wurde. So wird es jetzt Trump sein, dem man als Ursache für den internationalen Image- und Machtverlust Amerikas verantwortlich machen wird.

Doch egal welcher Präsident gerade an der Macht ist – der Machtverlust und Niedergang des imperialen Amerikas hat seine Ursache im System. Denn das System ändert sich nicht mit Präsidentschaftswahlen, egal wie radikal die Kandidaten erscheinen mögen.

In seiner Abschiedsrede vom Präsidentenamt sagte Dwight D. Eisenhower: „Wir müssen dem unrechtmäßigen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes trotzen.“

Marode Infrastruktur beschleunigt Niedergang

Aber auch andere Faktoren beschleunigen Amerikas Niedergang. Die US-Infrastruktur ist am Zusammenbrechen. Über 50.000 Brücken sind marode. Nicht ein amerikanischer Flughafen ist unter den besten zwanzig der Welt. Zwei Drittel der amerikanischen Straßen sind stark renovierungsbedürftig. Auch bei der Bildung sieht es düster aus. Im internationalen Vergleich schneiden die USA nur noch mit Platz 25 des Bildungsniveaus ab. Auch die Kürzung von Ausgaben für Spitzentechnologie und Innovation tragen zum Niedergang bei.

Niedergang der USA unaufhaltsam

Wie bei allen imperialen Niedergängen der Geschichte, wird mit allen Mitteln verzweifelt versucht, den Status Quo aufrechtzuerhalten. Ein verzweifelter Versuch ganz aktuell, der sich in Washingtons planloser, unberechenbarer und unsinnigen Außenpolitik zeigt.

Der Niedergang wird aber nicht mit einem „Big Bang“ geschehen. Er ist schleichend aber unaufhaltsam bis er nicht mehr korrigiert werden kann.

Der amerikanische konservative Politiker Pat Buchanan schrieb im US-Magazin „The American Conservative“:

„Seit 1991 haben wir unsere globale Vormachtstellung verloren, unsere nationalen Schulden vervierfacht und uns in fünf Kriege im Nahen Osten manövriert – ein sechster mit dem Iran wird gerade von den Neokonservativen gefordert.“

Watergate.tv meint: Die Analyse belegt, dass die Russen tatsächlich versuchen, sich aus der US-Umklammerung und der Dollar-Herrschaft zu befreien. Diese sei ohnehin dem Untergang gewidmet. Zahllose Kriege könnten noch bevorstehen. Die entscheidende Frage aus unserer Sicht lautet jedoch, ob Angela Merkel auch die Interessen der europäischen Mitglieder „ihrer“ EU vertritt. Denn die jüngsten Sanktionen gehen auch zu Lasten unserer Wirtschaft. Oder laufen wir weiterhin vor dem Karren der alten US-Elite? Und gehen wir damit in den nächsten Großkrieg?

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