+++ G20: Erster Fall vor Gericht +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 9.8.2017

Nach dem G20 Gipfel in Hamburg ist jetzt der erste Fall gegen einen Randalierer vor Gericht berichtet die Frankfurter Allgemeine. Rund 33 Festgenommene sitzen noch in Untersuchungshaft. Anklage wird jetzt gegen einen 24-jährigen Polen erhoben, der in seinem Rucksack Feuerwerkskörper, Reizstoffsprühgeräte und eine Taucherbrille gehabt haben soll. Möglicherweise als Schutz gegen Wasserwerfer oder Reizgaseinsatz der Polizei.

Das Gerichtsverfahren soll Ende August beginnen. Dem 24-jährigen werden mehrere Rechtsbrüche vorgeworfen: Verstoß gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz sowie gegen das Versammlungsrecht. Demnach wären für ihn drei Jahre Haft möglich, so die Staatsanwaltschaft. Polnischen Sicherheitsbehörden lagen bislang keine Informationen über den Mann vor.

Einen Monat nach den Gewaltexzessen in Hamburg beginnt die juristische Arbeit. 33 Verdächtige sitzen noch in Untersuchungshaft, in 109 Fällen ermittelt die Staatsanwaltschaft noch wegen Körperverletzung, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung und Widerstands gegen die Polizei. Die Aufarbeitung nehme noch einige Zeit in Anspruch, so die Polizei, die derzeit umfangreiches Videomaterial auswertet. Die Identifizierung der Täter sei schwer, da die meisten vermummt waren.

Auf Facebook liken