AUFGEDECKT: Versteckt im MERKEL-Bericht – Gesundheit für Reiche

Auf Facebook liken

Unfassbar, welche Zahlen wir jetzt erfahren haben. Der neue „Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung LÜGT.

„Menschen mit geringen Einkommen (erhalten, d. R.) Zugang zu einem leistungsfähigen Gesundheitssystem“, ist dort niedergeschrieben. Sie würden „alle (….) medizinischen Leistungen unabhängig von ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ bekommen. So das nächste Versprechen. Eine horrende Unwahrheit.

Je weniger Geld, desto schlechter wird es uns gehen

Tatsächlich sieht alles ganz anders aus, als es die Bundesregierung in ihrem Bericht darstellt. Immerhin räumt auch die Regierung selbst ein, dass es in den sogenannten unteren sozialen Gruppierungen eine geringere Lebenserwartung gibt. Dies sei darauf zurückzuführen, dass dort gehäuft chronische Krankheiten auftreten. Die dann, so unsere Schlussfolgerung, wiederum häufiger zu Todesfällen führen.

Die Regierung räumt in ihrem Bericht also selbst ein, dass es einen Zusammenhang zwischen Geld/Vermögen und Lebenserwartung gibt.

Dramatisch werden die Unterschiede dann, wenn sich das Ganze in Zahlen ausdrücken lässt. So weisen Frauen, die ein niedrigeres Einkommen als diejenigen mit gutem Verdienst haben, eine um acht Jahre verminderte Lebenserwartung aus. Männer, die weniger verdienen, sind sogar um 11 (!) Jahre ihres Lebens betrogen – nur aufgrund der Einkommensverhältnisse.

Wer viel Geld besitzt, der geht beispielsweise ein geringeres Risiko ein, an Herzinfarkt zu sterben. Die wenig verdienenden Frauen etwa sterben bei einem Herzinfarkt 11 Jahre früher als die eigentliche Lebenserwartung vermuten ließe. Die gut verdienenden Frauen hingegen haben bei einem solchen Herzinfarkt lediglich eine um etwa vier Jahre geringere Lebenserwartung. Werden die besser versorgt? Können sie sich besser ernähren?
Krankenversicherung: mehrere hunderttausend Menschen ohne Zugang zu medizinischer Versorgung?

Das Sozialsystem bei uns ist offensichtlich bei weitem nicht so ausgeprägt positiv, wie es gerne dargestellt wird. So haben sogar nach den offiziellen Zahlen noch immer 80.000 Menschen überhaupt keine Krankenversicherung. Demgegenüber gibt es inoffizielle Schätzungen, die von 500.000 versicherungslosen Bürgern ausgeht.

Das sind sogar wenig verdienende Selbstständige bis hin zu Angestellten, die privat versichert sind und letztlich auch Studierende, die nicht mehr der Familienversicherung angehören.

Forschungen gehen schon heute davon aus, dass sich die Versorgung noch einmal dramatisch verschlechtern wird. Die privaten Kassen müssen demnächst nach einem Hamburger Gesetz, das 2018 in Kraft treten soll, Beamte aus der eigenen Versorgung entlassen und auf Wunsch zu den gesetzlichen Kassen übertreten lassen. In der Folge werden Viele Beitragszahler die ohnehin teils schon schlecht finanzierten Kassen verlassen – und die Kosten dort noch einmal in die Höhe treiben.

Das Pharma-System

Ungeachtet dessen verdient die Pharmaindustrie munter weiter. Schon jetzt ist klar, dass die Krankenkassenbeiträge weiter steigen werden – weil die Milliardengewinne der Pharmaindustrie finanziert werden wollen. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Regierung müsste daher noch wesentlich drastischer warnen.

Die Zwei-Klassen-Medizin in Deutschland, von der Kritiker schon lange sprechen, könnte zu einer Drei-Klassen-Medizin führen. Denn schon denken „Experten“ darüber nach, bei den gesetzlichen Kassen die „Basisleistungen“ wirklich nur noch auf das sogenannte „Nötigste“ herunterzufahren.

Geld regiert die Welt – und bestimmt über die Lebenserwartung. Deutschland im Jahr 2017/2018. Vielleicht sollte die Merkel-Regierung ihren eigenen Armuts- und Reichtumsbericht noch einmal überarbeiten und genau studieren. Bevor die Bundeswehr weiter aufgerüstet wird. Bevor das Geld in Projekten wie dem Berliner Flughafen BER oder Stuttgart 21 weiter untergeht. Bevor die öffentliche Infrastruktur wie Straßen privatisiert wird – zu Lasten derjenigen, die dann noch mehr zahlen müssen.

Auf Facebook liken