+++ Macron will neue Weltordnung aufbauen +++

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Watergate Redaktion 30.8.2017

Nach der deutschen Bundestagswahl will Frankreichs Präsident Macron konkrete Vorschläge für die Weiterentwicklung der EU machen. Außenpolitisch will er einige Veränderungen vornehmen. Die französische Diplomatie bestehe vor allem darin, zu verhandeln. Im Gegensatz zu Ex-Präsident Hollande will Macron mit dem syrischen Präsidenten Assad sprechen, anstatt das Land zu bombardieren.

Macron lehne es zudem ab, sich im Konflikt zwischen Saudi-Arabien und dem Iran Partei für eine Seite zu ergreifen, so wie es derzeit die Großmächte tun. Frieden und Stabilität in Syrien sei im Interesse Frankreichs. Daher müsse man moralische Bedenken auch mal vernachlässigen, um dem höheren Ziel Frieden zu dienen. Deshalb habe eine französische diplomatische Gruppe Kontakt mit allen Parteien aufgenommen, so Macron.

Syrien müsse wieder zu einem Rechtsstaat werden. Die Welt erfahre zur Zeit eine Verschiebung der geopolitischen Linien, so Macron weiter. Die bisherige Rolle der USA habe sich unter Trump verändert und scheine eher zu einem Risiko für die Weltpolitik zu werden. Europa müsse der Impulsgeber für eine neue Weltordnung werden. Die deutsch-französische Freundschaft spiele dabei eine maßgebliche Rolle. Europa müsse sich in dieser Hinsicht schneller weiterentwickeln als andere Staaten. Er wolle in den EU-Staaten „demokratische Versammlungen“ bilden, die die Neuordnung der EU festlegen.

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