+++ Zuckerindustrie führt Verbraucher in die Irre +++

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Watergate Redaktion 30.8.2017

Zuckersteuern sollen angeblich das Übergewicht von Verbrauchern reduzieren. Immer häufiger werden Steuern auf zuckerhaltige Getränke geschlagen. Die WHO empfiehlt Regierungen schon länger, Steuern auf zuckerhaltige Getränke und Lebensmittel zu erheben. Das hehre Ziel soll sein, die Kosten von Krankenkassen und Folgekrankheiten des Zuckerkonsums zu senken.

Die Zuckerindustrie wehrt sich bislang gegen Zuckersteuern und führe Verbraucher in die Irre, kritisiert die Verbraucherorganisation Foodwatch. Denn Lobbyverbände behaupten, Zucker in Maßen mache weder dick noch krank. Die WHO sieht das jedoch anders und zieht ihre Schlüsse aus Untersuchungen, die den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Dickleibigkeit belegen.

Foodwatch wirft der Zuckerindustrie vor, die Aufmerksamkeit der Verbraucher bewusst von Zucker auf andere Risikofaktoren zu lenken. Adipositas entstünde vielmehr durch zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung und zu hohen Medienkonsum. Die Wirtschaftvereinigung „Zucker“ soll laut Foodwatch sogar Abgeordnete des Bundestags absichtlich falsch informiert haben. In einer Informationsbroschüre der Zuckerindustrie heißt es irreführend, die Deutschen würden heutzutage weniger Kalorien zu sich nehmen, als früher. Denn die Studie, auf die sich die Informationsbroschüre der Wirtschaftsvereinigung stützt, bezog sich lediglich auf einen sehr kurzen Zeitraum von sechs Jahren. Darin wurde aber nur das Gleichbleiben der Kalorienaufnahmen festgestellt.

Dass die Kalorienaufnahme der Deutschen gestiegen ist, belegen aber Studien von Welternährungsbehörden und EU-Kommission.

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