+++ Frankfurt will es mit London aufnehmen +++

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Watergate Redaktion 1.9.2017

Fünfzehn Banken haben schon angekündigt, dass sie ihre Geschäfte nach dem Brexit von London nach Frankfurt am Main verlagern wollen. Für mehrere Großbanken gilt Frankfurt als Favorit. So haben schon die Citibank, JP Morgan, Goldman Sachs sowie japanische Großbanken bekanntgegeben, nach dem Brexit nach Frankfurt zu ziehen.

Andere Banken haben sich für neue Standorte wie Luxemburg, Dublin, Amsterdam und Paris entschieden. Die Frankfurter können also nach dem Brexit mit einem Zuzug von rund 8.000 Bankern in der Stadt rechnen. Die Zahl der Zuzüge wird aber erst nach 2019 steigen. Deutsche Bank, Commerzbank und andere Frankfurter Bankinstitute wollen indes Arbeitsplätze abbauen.

Ob die Banken tatsächlich nach Frankfurt ziehen werden hängt davon ab, ob das Euroclearing (Abwicklung von Euro-Derivategeschäften) von London nach Frankfurt oder in eine andere Stadt verlagert wird. Die Deutsche Börse gilt derzeit als wenig interessant, um die Euroclearing-Geschäfte abzuwickeln. Denn der aktuelle Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, steht unter Verdacht, Insiderhandel betrieben zu haben.

Auch die Pariser Börse bewirbt sich um die Abwicklung der Euroclearing-Geschäfte. Die Entscheidungen der Banken werden anscheinend langsam dringend. Die Auslandsbanken trafen sich am Mittwoch in Frankfurt und dabei forderten inzwischen viele Kunden klare Aussagen von den Banken, wie und wo sie sie nach dem Brexit weiter bedienen wollen.

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