+++ Merkel will Ende der EU-Beitrittsgespräche mit Türkei +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 4.9.2017

In der Türkei sind inzwischen 14 Bundesbürger wegen politischen Vorwürfen in Gefängnissen inhaftiert. Der deutsch-türkische Konflikt sowie das Flüchtlingsproblem waren die dominierenden Themen beim gestrigen TV-Duell zwischen Merkel und Schulz. Beide, Merkel und Schulz, wollen die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei beenden. „Alle roten Linien seien überschritten“, sagte Schulz. Merkel sieht keinen EU-Beitritt der Türkei mehr und sucht dafür die Rückendeckung der Europäischen Union.

Die Türkei entferne sich immer weiter von demokratischen Prinzipien weg, sagte Merkel weiter, daher finden Beitrittsverhandlungen derzeit nicht statt. Dabei sei es notwendig, die Beziehungen zu Türkei aufrechtzuerhalten und das Verhältnis nicht auf einen Nullpunkt kommen zu lassen, betonte Merkel. Man müsse schon alleine deshalb im Gespräch mit der Türkei bleiben, um die deutschen Häftlinge freizubekommen.

Die Kanzlerin werde die diplomatischen Beziehungen nicht abbrechen, sondern die wirtschaftlichen Kontakte einschränken. Reisehinweise für die Türkei würden aktuell aber genauer geprüft. Sowohl Schulz als auch Merkel waren sich einig, die finanziellen Vorbeitrittshilfen in Milliardenhöhe aktuell einzustellen.

Auf Facebook liken