+++ Weniger Aufenthaltsrechte nach dem Brexit +++

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Watergate Redaktion 6.9.2017

Die britische Tageszeitung „The Guardian“ berichtete unter Berufung auf das Londoner Innenministerium, dass die Aufenthaltsrechte von EU-Ausländern nach dem Brexit stark eingeschränkt werden sollen. Diese Information gibt Anhaltspunkte auf die Einwanderungspolitik nach dem Brexit. Auch das Aufenthaltsrecht für die meisten EU-Bürgern würde demnach nach dem Brexit beendet werden. Das berichtet Zeit-Online heute.

Bei der Einreise müssten EU-Bürger dann wieder Ausweispapiere vorzeigen und bei längeren Aufenthalten eine Aufenthaltserlaubnis mitbringen. Auch bei der Familienzusammenführung will Großbritannien künftig strenger vorgehen: Nur noch direkte Familienmitglieder wie Ehepartner oder Kindern dürfen dann nach Großbritannien nachkommen. Zudem muss der bereits in Großbritannien lebende Ehepartner mindestens 18.600 Pfund pro Jahr, umgerechnet 20.400 Euro, verdienen.

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit soll nach dem Brexit beendet werden. Auflagen sollen Einwanderer abschrecken, mit Ausnahme von hochqualifizierten Fachkräften. Die Vorschläge bedürfen allerdings noch der Zustimmung von Ministern und sind Gegenstand der Austrittsverhandlungen.

Die vorgelegten Pläne haben unter Beamten und Ministern aber bereits zu erheblichem Widerstand geführt. Denn viele Kabinettsmitglieder wollen die Arbeitnehmerfreizügigkeit zugunsten der britischen Wirtschaft beibehalten.

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