+++ Studie: US-Protektionismus schadet den USA +++

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Watergate Redaktion 12.9.2017

Eine aktuelle Studie des Ifo-Instituts hat die Auswirkungen der protektionistischen US-Politik auf die USA untersucht, berichtet die NZZ. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Trumps „America first“ Politik dem internationalen Handelsgeschäften unmittelbar Verluste beschert. Dabei ist noch nicht klar, wohin der US-Protektionismus hinführen soll. Zudem hat diese Politik weltweit Unsicherheit ausgelöst.

Die Studie hat drei verschiedene Szenarien simuliert: Die Auflösung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta, die Erhebung einer Importsteuer von 20% bei gleichzeitiger Exportsubvention für US-Produzenten und weltweiter Protektionismus durch Zollerhöhungen um 20%. Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen: Die Auflösung von Nafta bedeute einen Einkommensverlust von 0,22%. Die Erhebung der Importsteuer bringt einen Einkommensverlust von 0,7% und die Zollerhöhungen 2,3%. Das könnte aufgrund von aktuellen Zahlen einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von bis zu 400 Milliarden US-Dollar für die USA bedeuten.

Die Studie bezieht dabei 42 weitere Länder und den Rest der Welt mit ein. Kanada und Mexiko etwa würden unter der Auflösung von Nafta über 1% des BIP verlieren. Einzelne Bundestaaten der USA wären besonders hart betroffen. So würde beispielsweise North Dakota über 80% seiner Exporte in den Nafta Raum verlieren. Michigan, die Autohochburg verlöre bis zu 70% seiner Exporte. Neue Handelsbarrieren hätten ernste Konsequenzen für Firmen und Arbeitnehmer.

Anmerkung der Redaktion: Die Studie des Ifo-Instituts wurde von der Bertelsmann-Stiftung in Auftrag gegeben. Die Bertelsmann-Stiftung gehört zum Bertelsmann Konzern. Einem der größten Verlags- und Medienhäuser Europas.

 

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