+++ Bundesregierung schwächt gesetzliche Rente mit neuem Gesetz +++

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Watergate Redaktion 14.9.2017

Mal wieder in aller Stille hat die Bundesregierung kurz vor der Sommerpause ein neues Gesetz verabschiedet, das bei der Altersvorsorge helfen soll. De facto schwächt es aber die gesetzliche Rente. Das Gesetz soll die Betriebsrenten stärken und als zweite Säule der Altersvorsorge attraktiver machen. Die Entgeltumwandlung soll durch höhere Beteiligungen der Arbeitgeber interessanter werden.

Experten haben aber davor gewarnt, dass dieses Gesetz zu weniger, anstatt zu mehr Rente führen wird. Denn die gesetzliche Rente wird mit dem neuen Betriebsrentengesetz gekürzt. Die Bundesregierung verspricht dadurch einen Schutz vor Altersarmut, bewirkt aber genau das Gegenteil damit. Viele Arbeitnehmer haben jahrelang in Betriebsrenten investiert und wurden bei der Auszahlung bitter enttäuscht.

Denn bei der Rentenversicherung gibt es heute schon über drei Milliarden Beitragsausfälle durch Entgeltumwandlung, die fehlen. Wer Entgeltumwandlung im Betrieb macht, zahlt weniger in die gesetzliche Rente ein. Der Betrag, der vom Gehalt in die betriebliche Rentenvorsorge fließt, fehlt später bei der gesetzlichen Rente. Wenn das jeder Arbeitnehmer macht, schrumpft der gesetzliche Rententopf immer weiter. Menschen, die bereits in Rente sind, werden dies schon heute zu spüren bekommen.

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