+++ Osteuropa will den Euro Fehler nicht wiederholen +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 14.9.2017

EU-Kommissionspräsident Juncker will den Euro in allen EU-Mitgliedsstaaten einführen. Dies verkündete er gestern bei seiner Grundsatzrede vor dem EU-Parlament in Straßburg. Dabei scheint er zu übersehen, dass der Euro jetzt schon für viele Mitgliedstaaten ein Problem ist. Einige Länder wollen den Euro gar nicht. Und das aus gutem Grund.

Junckers Vision ist eine einheitliche Währung für die EU als Ganzes. Der Euro solle für Europa mehr sein, als nur eine Währung und nicht nur für einige Länder, sondern für alle da sein. Die EU-Verträge sehen tatsächlich vor, dass Mitgliedsländer nach Erreichen der EU-Kriterien in die Euro-Zone aufgenommen werden. Die Euro-Krise hat aber gezeigt, dass einige Länder mit dem Euro schlicht nicht überlebensfähig sind.

Die Euro-Krise hat nicht nur einige Mitgliedsländer wirtschaftlich stark geschwächt und enttäuscht, sondern auch mögliche Beitrittsinteressenten abgeschreckt. Der Euro hat zwar einigen Mitgliedstaaten Vorteile gebracht. Aber das eigentliche Ziel, Europa durch den Euro zu vereinen, ist gescheitert. Die Unterschiede der Länder wurden schon kurz nach Einführung des Euro größer. Und seit der Finanzkrise 2008 entwickeln sich die Länder stark auseinander. Dies zeigt sich an den Arbeitslosenzahlen und den unterschiedlichen Pro-Kopf Einkommen, beispielsweise in Deutschland oder Spanien.

Auf Facebook liken