+++ Reformen der Arbeitsmärkte drängen Millionen Europäer in Armut +++

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Watergate Redaktion 14.9.2017

Durch die Veränderungen der Arbeitsmarktregeln verlieren in Europa immer mehr Arbeitnehmer ihre Festanstellungen. Vollzeitjobs werden durch Teilzeit- und Minijobs ersetzt. Teilzeitjobs, die nicht zum Leben reichen oder Arbeitsverträge ohne Kranken- und Sozialversicherung. Stellen, die oftmals nur noch befristet angeboten werden und Arbeitnehmer müssen mühsam von Job zu Job wechseln.

Das bedeutet für Millionen von EU-Bürgern, dass sie von immer niedrigeren Löhnen und ohne berufliche Perspektive leben müssen. Frankreichs Präsident will mit seinen Arbeitsmarktreformen dieses System noch verstärken. Demnach dürfen Firmen Arbeitnehmer auch nur für einzelne Projekte anstellen und diese danach wieder entlassen. Tarifverträge sollen verschwinden.

Obwohl Europas Wirtschaft aktuell boomt, wird der Trend zu befristeter oder Teilzeit-Arbeit nicht gestoppt. Vor allem junge Menschen sind von dieser Arbeitsmarktveränderung betroffen. Das schwächt auf lange Sicht die Wirtschaft eines jeden Landes. Menschen in unsicheren Jobs investieren nicht in Ausbildung. Arbeitgeber investieren nicht in befristet Angestellte oder Leiharbeiter. Dadurch leidet die Fachkompetenz und je schlechter die Arbeitslage ist, desto mehr wird die Wirtschaft darunter leiden. Der Wirtschaftsboom Europas steht auf sehr wackeligen Füßen und kann so nicht nachhaltig werden. Auf lange Sicht wird die Situation teuer für die Volkswirtschaften und die Gesellschaft.

Untersuchungen haben ergeben, dass EU-Kommissare und Finanzminister der Euro-Gruppe systematisch Tarifverträge in den EU-Ländern außer Kraft gesetzt und Gewerkschaften bekämpft haben. So haben sie bewusst die Arbeitsmarktlage in eine gefährliche Entwicklung gebracht. Ebenso wird das Arbeitsrecht in EU-Ländern bewusst geschwächt. Die Begründung dafür lautet mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt. Dies geschieht aber nur zugunsten von Arbeitgebern. Denn die können Arbeitskräfte nach Bedarf einstellen und wieder entlassen.

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