+++ Lobbyisten bestimmen, was wir essen +++

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Watergate Redaktion 18.9.2017

Es ist auffällig, wie viele Abgeordnete von CDU und CSU aus dem Agrarausschuss des Bundestags Positionen in Agrarfirmen und Finanzkonzernen bekleiden, berichtet die Süddeutsche. Doch wie unabhängig können Abgeordnete sein, die zugleich politische und wirtschaftliche Interessen von Konzernen vertreten müssen? Wer bestimmt letztendlich, was bei Verbrauchern auf den Tisch kommt oder wie viel Chemie auf Felder gesprüht werden darf?

Der Deutsche Bauernverband ist eine Lobbyorganisation der Landwirte. Der Sitz des Verbandes ist nicht weit vom Kanzleramt entfernt. Rund 90 % der Landwirte sind in diesem Verband organisiert. Der Verband übt großen Einfluss auf die Politik aus. Dabei geht es um Milliardengeschäfte von Milch, Obst, Fleisch und Gemüse.

Ein Abgeordneter sagte, der Deutsche Bauernverband hat maßgeblich mit seinem Einfluss in Berlin dafür gesorgt, dass Umwelt- und Tierschutzregelungen von der Politik nicht weiter verschärft wurden. Viele Bauern sind aber für einen Wandel der Landwirtschaft hin zu mehr Umweltschutz und Biolandbau. Trotzdem gibt es kaum Veränderungen in diese Richtung.

Obwohl Umwelt, Tiere und Menschen am Einsatz von Glyphosat erheblichen Schaden nehmen und die Zustände in Massentierhaltungen oft gegen jede Tierschutzgesetze verstoßen, ändert sich nichts in der Politik. Politiker, die zugleich leitende Posten in Agrar- oder Finanzfirmen haben, unterliegen einem klaren Interessenskonflikt. Sie müssen sich als Abgeordnete entsprechend für die Interessen der Konzerne einsetzen. Die finanziellen Interessen sind dabei wichtiger, als der Schutz von Umwelt, Mensch und Tier.

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