+++ Wie Konzerne durch Tricks Milliarden Steuern in der EU sparen +++

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Watergate Redaktion 19.9.2017

Große, multinationale Konzerne zahlen meist weniger Steuern als der normale Steuerzahler. Wir müssen unseren Steuersatz bezahlen, bei Angestellten werden die Steuern einfach einbehalten. Sie haben kaum Möglichkeiten der Steuererleichterungen oder Steuern zu umgehen. Große Konzerne hingegen schon. Sie wenden allerlei Tricks an, um noch weniger Steuern zahlen zu müssen. Der EU entsteht dadurch ein jährlicher Steuerverlust von rund 1.000 Milliarden Euro.

Der Klassiker bei den Großkonzernen ist das Verschieben von Gewinnen in Niedrigsteuerländer. Dazu gründen Konzerne einfach Tochterfirmen in Staaten wie Zypern, Malta oder Luxemburg. Die Tochterfirmen berechnen den Mutterkonzernen überteuerte Leistungen und verringern dadurch die Gewinne der Mutterkonzerne. Die Gewinne fließen in die Tochterfirmen, die diese zum Niedrigsteuersatz versteuern. Die Verluste, die der EU dadurch entstehen, gehen in die Milliarden.

Die großen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzleien sind den Konzernen dabei behilflich. Kanzleien wie Ernst & Young, PricwaterhouseCoopers oder Deloitte werben Großkonzerne mit „Maßnahmen zur Optimierung von Steuerzahlungen“ an. Dadurch unterstützen die Kanzleien Steuerflucht. Die Konsequenz ist, dass die Ausfälle und Kosten, die Staaten dadurch entstehen, letztendlich dem kleinen Steuerzahler aufgebürdet werden. Ein Teufelskreis, der ganze Staaten und Völker durch dieses Steuerfluchtsystem in Armut und in den Ruin treibt.

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