+++ Unfassbarer Skandal: Fake-News-Fälschungen einer Regierungspartei in Österreich? +++

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Watergate Redaktion 2.10.2017

Am 15. Oktober finden in Österreich die Neuwahlen zum Nationalrat statt. Intrigen und Fake News machen die Runde. Facebookseiten sollen gefälscht worden sein. Ein israelischer Spezialist für Schmutzkampagnen soll dafür angeheuert worden sein, schreibt Spiegel online. Auf der gefälschten Facebookseite „Wir für Sebastian Kurz“ soll dort angeblich der Außenminister und Kanzlerkandidat sehr rechte Positionen vertreten. Weiter stand auf der Facebookseite, „Tausende Migranten warteten in Italien darauf, nach Mitteleuropa zu kommen“. Leser sollten außerdem darüber abstimmen, ob der Brenner geschlossen werden solle oder nicht.

Kurz, der Favorit der Nationalratswahl, gilt zwar als Politiker mit einigen rechten Ansichten. Die gefälschten Aussagen auf Facebook machten ihn allerdings zum Radikalen. Eine weitere gefälschte Facebookseite „Die Wahrheit über Sebastian Kurz“ behauptete, die rechtspopulistische FPÖ bezeichnete Kurz als Lügner und Merkelfreund.

Wie sich herausstellte, waren die Facebookseiten tatsächlich gefälscht und Instrumente einer Intrige. In Österreich verdächtigt man die SPÖ, die Schmutzkampagnen veranlasst zu haben. Dokumente sollen bewiesen haben, dass ein geheimes Team mit 500.000 Euro finanziert wurde, um Kurz und die FPÖ zu diskreditieren. Die Idee zu den gefälschten Facebookseiten sollen von dem israelischen PR Berater der SPÖ, Tal Silberstein, stammen. Dieser wurde Mitte August wegen Verdachts auf Korruption festgenommen. Die SPÖ beendete die Zusammenarbeit mit Silberstein.

Die SPÖ bestreitet bislang, mit der Kampagne etwas zu tun zu haben. Die Frage, wer die 500.000 Euro für das geheime Team der SPÖ bezahlt hat und wieso, ist aber bislang nicht aufgeklärt.

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