+++ GEZ-Sender-Luxuspensionen steigen “langsamer”+++ SPD zufrieden +++ Was passiert mit den GEZ-Gebühren?

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Watergate Redaktion 4.10.2017

Die GEZ-Sender wollen sparen und haben bekanntgegeben, dass sich das Sparvolumen im „laufenden Betrieb“ auf 951 Millionen Euro bei der ARD und 270 Millionen Euro beim ZDF beläuft. Stark, auf den ersten Blick jedenfalls. Die SPD lobte bereits: Demnach ist die sogenannte Medien-Staatssekretärin aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz, zuständig für die Reformen der staatlichen Fernsehsender, bereits zufrieden. Die „Zeichen der Zeit“ seien erkannt worden.

Hinter dem Sparpaket jedoch wird es düster. Die Fernsehsender sparen diese Beträge lediglich über einen Zeitraum von acht Jahren. Immerhin, könnte man sagen. Doch in diesem Zeitraum werden sie etwa 64 Milliarden Euro an Beiträgen kassieren, heißt es in der FAZ (http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ard-und-zdf-wollen-gar-nicht-gewaltig-sparen-15227035.html). Dort geht man noch weiter: es handele sich um eine Mogelpackung. Denn die Hälfte betrifft nicht etwa das Programm, sondern Pensionen zur Altersversorgung. Diese steigen weniger stark als bislang. Auch die Linkspartei hat dies demnach erkannt und verweist darauf, dass die Versorgung dennoch weit über dem liegt, was sonst im öffentlichen Dienst bezahlt wird. Diese Einschätzung allerdings gilt als umstritten. Die Altersvorsorge, heißt es von anderer Seite, sei vielmehr der im öffentlichen Dienst ähnlich.

Auch die sonstigen Einsparungen sind jedoch weniger fulminant als gedacht, sondern enthalten zudem Effekte, die sich durch die Digitalisierung ohnehin ergeben würden, heißt es. Insofern müssen Sie damit rechnen, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten auch künftig alles dafür tun werden, die GEZ hoch zu halten. Es geht um viele Milliarden. Einsparungen sind nicht in Sicht.

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