+++ Kampf den US-Großkonzernen: Amazon mit Millionen-Strafe +++

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Watergate Redaktion 5.10.2017

Die EU-Kommission hat den US-Internetkonzern Amazon dazu aufgefordert, in Luxemburg 250 Millionen Euro Steuern nachzuzahlen. Luxemburg habe dem Land unzulässige Steuernachlässe gewährt. Wie die EU-Kommission mitteilte, sind fast drei Viertel der Gewinne nicht versteuert worden. Durch die unzulässigen Steuervergünstigungen hat Amazon massiv Steuern in Europa einsparen können.

Amazon hat die Vorwürfe der EU-Kommission zurückgewiesen. Ihrer Ansicht nach hat der Konzern Steuern ordnungsgemäß nach luxemburgischem Recht bezahlt. Amazon hatte zum Zeitpunkt der Besteuerung seine Europäische Firmenzentrale in Luxemburg und dort seine Gewinne versteuert. Inzwischen hat der Konzern seine Steuerzahlungen geändert. Amazon bezahlt seit 2015 auch in anderen europäischen Ländern wie z. B. Deutschland und Italien Steuern.

Die EU-Kommission hatte bereits den Konzern Apple auf Steuernachzahlungen verpflichtet. Wegen einer ähnlichen Konstellation, hier aber mit Irland, musste Apple einer Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro nachkommen. Wie bei Amazon war die EU-Kommission der Ansicht, Irland habe Apple unrechtmäßige Steuervergünstigungen gewährt.

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