+++ Frankreichs Finanzminister: Europa muss Eurozone ausweiten +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 9.10.2017

Frankreichs Finanzminister Le Maire unterstützt die Pläne von Macron. Nur mit einer Vertiefung der Eurozone könne Europa zu einem mächtigen Wirtschaftskontinent werden.  Le Maire will mit Macron nicht nur Frankreich, sondern gleich Europa reformieren. Frankreich habe jetzt die nötigen wirtschaftlichen und sozialen Reformen angestoßen. Das Arbeitsrecht sowie die Bildung werden reformiert. Jetzt sei es notwendig, die Besteuerung des Kapitals zu reformieren, um Investitionen zu fördern und wettbewerbsfähiger zu machen. Dazu will Frankreich die Vermögenssteuer abschaffen und Kapitalerträge nur mit 30 % pauschal besteuern.

Obwohl die Interessen in Europa weit auseinanderliegen, will Macron die Eurozone ausweiten. Frankreich ist der Ansicht, dass die gefährliche Lage der Europäischen Union nur so behoben werden kann. Wenn die Staaten wieder jeder für sich alleine handelte, drohe die Gefahr von Armut. Jeder Staat alleine wäre wirtschaftlich China und den USA ausgeliefert. Nur die Vertiefung der Eurozone könne Europa zu einer starken Wirtschaftsmacht machen, die gegen China und USA antreten könne.

Die Umsetzung zu einer Eurozone müsse zunächst über eine Bankenunion erfolgen. Ebenso müssten die Kapitalmärkte vereint werden. Sie sollen die Finanzstabilität in der Eurozone gewährleisten. Frankreich sieht eine einheitliche Besteuerung von Unternehmen als sinnvoll. Dazu will Frankreich einen EU-Finanzminister etablieren. Er soll dafür sorgen, dass es eine einheitliche Wirtschafts- und Finanzpolitik gibt.

Frankreich will Deutschland als starken Partner, um die Europa-Pläne voranzubringen. Macron hatte jüngst vorgeschlagen, mit Deutschland einen neuen Élysée-Vertrag abzuschliessen, um die Europa-Pläne schnell umzusetzen. Europa könne nicht ohne die starke deutsch-französische Partnerschaft vorankommen.

Die Koalitionsverhandlungen in Deutschland werden daher mit Ungeduld und Sorge betrachtet. Es wird sich erweisen, wie die neue deutsche Regierung den Europa-Plänen gegenüberstehen wird. Sollte Merkel trotz aller Kritik Kanzlerin bleiben, ist davon auszugehen, dass die Pläne schnell umgesetzt werden.

Auf Facebook liken