+++ Frankreich viel schneller als Merkel: Bald prüft Frankreich Asylanträge schon in Afrika +++

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Watergate Redaktion 10.10.2017

Die Union in Deutschland hat sich gerade auf eine „Obergrenze“ geeinigt, die so nicht heißen soll. Die Jamaika-Koalition wird darüber bei den Koalitionsverhandlungen streiten, es werden Wochen und Monate ins Land gehen, bis die Diskussion endet. Wie schnell es gehen könnte, zeigt Frankreich.

Schon in wenigen Wochen, Ende Oktober, sollen demnach Mitarbeiter der zuständigen Behörde für die Flüchtlinge in sogenannte Transitländer geschickt werden. Vor Ort möchte unser Nachbarland dann die Flüchtenden darüber informieren und auch danach analysieren, wer eine Chance auf Asyl habe und wer nicht.

Frankreichs Präsident Macron und Merkel hatten Ende August verkündet, in den ehemaligen französischen Kolonien Niger und Tschad in Afrika Asylzentren für ausreisewillige Afrikaner einzurichten. Macron hat nun die Eröffnung der Asylzentren in Afrika angekündigt. Insgesamt will Frankreich 10.000 Flüchtlinge aufnehmen.

Macron sagte, mit den Asylzentren in Afrika will er den Zustrom illegaler Flüchtlinge nach Europa eindämmen. Asylanträge könnten bereits dort geprüft werden. Ausreisewillige, die reine Wirtschaftsflüchtlinge seien, sollten dort zudem besser über ihre “Situation” aufgeklärt werden. Bereits Ende Oktober werden französische Mitarbeiter die Arbeit in Niger aufnehmen. Die 10.000 Flüchtlinge, die Macron aus einem Programm der Vereinten Nationen aufnehmen will, stammen aus dem Tschad, Niger, der Türkei, dem Libanon und aus Jordanien.

Mit dieser Ankündigung setzt Macron das um, was Ende August bei einem Flüchtlingsgipfel in Paris vereinbart wurde. Bei dem Gipfel waren ebenfalls die Regierungschefs von Spanien, Italien, Libyen, dem Tschad und dem Niger anwesend. Die EU hatte vorgeschlagen, 50.000 Flüchtlinge legal über sogenannte Drittstaaten nach Europa zu holen. Diese Vorgehensweise soll laut EU-Kommission die illegale Migration eindämmen.

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