+++ Japanisches Gericht verurteilt Fukushima Betreiber Tepco +++

Auf Facebook liken

Watergate Redaktion 12.10.2017

Rund 3800 Japaner haben vor dem Gericht in Fukushima gegen den Staat Japan und den Fukushima Betreiber Tepco geklagt. Es handelte sich um die größte Sammelklage gegen Staat und Betreiber. Sie fordern eine monatliche Entschädigung, bis die Strahlung auf den Stand vor dem Atom-Gau gesunken ist. Das Bezirksgericht von Fukushima hat eine Mitschuld von Staat und Tepco festgestellt. Demnach muss Japan und Tepco Entschädigungen von rund 4 Millionen Euro an die Kläger bezahlen.

Es ist bereits das dritte Urteil gegen Tepco. Bei einem anderen Prozess verurteilte ein Gericht die fahrlässige Handlung Japans und dem Atomkraftwerkbetreiber. Trotz der Urteile hat Japans Atomaufsicht kürzlich zwei Reaktoren von Tepco, die noch am Netz sind, für sicher erklärt. Die Atombehörde kam zu dem Schluss, dass zwei Reaktoren des weltgrößten Atomkraftwerks des Tepco Betreibers an der japanischen Küste die Sicherheitsauflagen erfüllten.

Als Konsequenz des Unglücks hatte Japan zwei Jahre lang alle 48 Atomreaktoren stillgelegt. Die rechtskonservative Regierung bestand jedoch weiter auf Atomenergie. Japan hält also trotz des verheerenden Atomunglücks an der Atomenergie fest. Seit dem Super-Gau 2011 sind vier Atomkraftwerke wieder am Netz. Auch Tepco will seine Reaktoren wieder hochfahren, um die Kosten für ersatzweise betriebene Wärmekraftwerke zu senken.

Auf Facebook liken