PERFIDE: Über Nacht wird Bargeld abgeschafft…

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Wie eine bargeldlose Gesellschaft Menschen in die Armut treibt und ganze Volkswirtschaften schwächt

Indien: Bargeldabschaffung über Nacht

Im November 2016 verkündete Indien die sogenannte Bargeldreform. De facto ließ Premierminister Modi 88 % des Bargeldes in Indien aus dem Verkehr ziehen. Er hatte überraschend bekannt gegeben, dass alle 500- und 1000 Rupien Scheine ihre Gültigkeit verlieren. 88 % des Geldes hatte quasi über Nacht seinen Wert verloren. Die Abhebebeträge von Konten wurden stark begrenzt (vgl. hierzu https://goo.gl/Fcfhyj).

Indien im Chaos

Die Bargeldreform hat das Land seit dem ins Chaos gestürzt. Banken waren wochenlang mit der Einzahlung der alten Scheine überfordert. Die Auszahlung neuer Scheine verlief sehr schleppend und nur unter der Voraussetzung, dass alte Scheine zuvor aufs Konto eingezahlt wurden. Diese konnten nur begrenzte Zeit auf Bankkonten eingezahlt werden, bevor sie ungültig verfallen. Die Bargeldabgabe durch Banken wurde streng limitiert.

Fast die Hälfte der Inder hat kein Bankkonto und sehr viele keine Bank in der Nähe. Die Wirtschaft läuft ganz überwiegend auf Bargeldbasis. Folgerichtig gab es eine extreme Geldknappheit und große Härten vor allem für die ärmeren und ländlichen Bevölkerungsgruppen. Auch im Dezember litten die Menschen noch erheblich unter Geldmangel und den damit einhergehenden Schwierigkeiten, ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

USA als Treiber der Bargeldabschaffung

Washington spielte bei der indischen Bargeldreform eine entscheidende Rolle: Die Partnerschaft zur Vorbereitung der vorübergehenden Bargeldabschaffung in Indien fiel mit der Amtszeit des letzten Präsidenten der indischen Notenbank, Rajan, zusammen. Rajan war vorher und ist jetzt wieder Ökonomieprofessor an der Universität Chicago. Er war von 2003 bis 2006 Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington.

Rajan ist zudem Mitglied der in Washington angesiedelten Group of Thirty, in der sich Vertreter großer privater Finanzinstitute hinter verschlossenen Türen mit dem Spitzenpersonal der wichtigsten Notenbanken abstimmen. Dieser Gruppe gehört auch Mario Draghi an, der Chef der EZB.

Wirtschaftsexperten warnten vor Bargeldabschaffung

Indische Wirtschaftsexperten hatten nach der überraschenden Bargeldreform, die bis zum Stichtag geheim gehalten wurde, ausdrücklich vor den Folgen für die indische Bevölkerung und die Wirtschaft gewarnt. „Dieser Schock über Nacht“ würde einen extrem destabilisierenden Effekt haben und einem großen Teil der Bevölkerung sowie der Wirtschaft erheblichen Schaden zufügen (vgl. hierzu https://goo.gl/UasWm6), so die Prognose von Wirtschaftsexperten.

Google will von der Bargeldreform profitieren

Google will von der Bargeldreform in Indien profitieren und einen mobilen Bezahldienst in Indien starten. Die Bezahlung soll per App funktionieren. Das Smartphone wird dabei mit dem Konto des Benutzers verbunden. Zahlungen werden direkt vom Konto abgebucht. Der Verwendung von Bargeld in Indien wird damit eine Bremse eingeschoben. Die Google Bezahl-App Tez wird von den großen indischen Banken unterstützt. Da Indien ein bevölkerungsreiches Land ist, rechnet Google mit einem Erfolg der Bezahl-App.

Doch in Indien leben bislang noch viele Menschen ohne Konto und vom reinen Handel mit Bargeld. Diese Menschen waren es auch, die bei der Bargeldreform in schwere Armutskrisen geworfen wurden. Die Bezahl-App dürfte sich also nicht so gut entwickeln, wie von Google erhofft (vgl. hierzu https://goo.gl/HmTaua).

Indiens Wirtschaft leidet unter Bargeldreform

Denn die Bargeldreform hat sich in Indien, wie von indischen Wirtschaftsexperten vorausgesagt, negativ auf die wirtschaftliche Konjunktur ausgewirkt. Vordergründig behauptete Modi mit der Bargeldreform die Schattenwirtschaft im Land bekämpfen zu wollen. Außerdem wollte man die Inder dazu zwingen, zu beweisen, ob sie ihr Geld versteuert haben.

Doch Modi‘s Plan ist nicht aufgegangen. Indien und die Bevölkerung leiden unter dem Bargeld-Mangel. Indischen Medien zufolge haben zwar 97 % der Bevölkerung das Bargeld zum Umtausch in Banken eingezahlt. Die Regierung hatte wohl mit wesentlich weniger Rücklauf gerechnet. Doch der immer noch herrschende Bargeld Mangel zieht die Wirtschaft des Landes herunter.

Arbeitslosigkeit nimmt in Indien zu

Bloomberg berichtet, dass Indiens Konsumenten zu den vielversprechendsten der Schwellenländer zählten. Die indische 2 Billionen Dollar Wirtschaft galt als eine der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften. Seit der Bargeldreform hat sich die Lage dramatisch verändert. Der Konsum ist zurückgegangen, die Arbeitslosigkeit hat zugenommen. Weniger neue Arbeitsstellen werden geschaffen. Der gesunkene Konsum der Inder wirkt sich zudem auch auf die Weltwirtschaft aus.

Die indische Zentralbank hat Daten mit schlechten Zukunftsaussichten veröffentlicht. Investitionen von Unternehmen sind aufgrund der schwachen Nachfrage der indischen Bevölkerung zurückgegangen. Unternehmen sollen dadurch höher verschuldet sein und sind gezwungen, Arbeitnehmer zu entlassen. Ein gefährlicher Teufelskreis, ausgelöst durch den Beginn des Bargeldverbots.

Negative Folgen eines Bargeldverbots auch in Deutschland?

Auch in Deutschland hätte ein Bargeldverbot dramatische Auswirkungen auf den Wohlstand vieler Bürger. Denn all jene, die Bargeld als Notreserve zuhause horten müssen, bekämen große existentielle Probleme. Die Armut in Deutschland würde sich drastisch erhöhen. Seit der Abschaffung des Bankgeheimnisses haben Bürger nur noch durch das Horten von Bargeld zuhause die Möglichkeit, das wenige Ersparte vor dem Zugriff des Staates zu schützen: Hart IV Empfänger, Sozialhilfeempfänger oder Geringverdiener, von denen es in Deutschland seit der Arbeitsmarktreform immer mehr gibt.

Staaten können Bürger enteignen

Für Regierungen und Banken ist eine bargeldlose Gesellschaft ein Vorteil. Die Staatsschulden könnten verringert werden, indem Sparer mit Negativzinsen enteignet werden. Die Beliebtheit des Bargeldes bei den Deutschen ist also keineswegs irrational, sondern fundiert. Denn sowohl der IWF als auch die Deutsche Bundesbank haben schon einer Zwangsabgabe auf Sparguthaben zugestimmt. Die Bundesbank hat beschlossen, eine 10-prozentige Zwangsabgabe in „absoluten Ausnahmesituationen“ auf Bankguthaben zu erheben. Damit wird einmal mehr deutlich: Die Euro-Retter planen weitreichende Eingriffe in private Vermögen, um die Schuldenkrise zu beenden (vgl. hierzu https://www.tagesschau.de/wirtschaft/bundesbank192.html).

Vorsicht Bargeldabschaffung

Das Beispiel Indien zeigt, wie Bargeldabschaffung Menschen in die Existenzbedrohung bringen und die Wirtschaft eines Landes enorm schwächen kann. Abgesehen vom gläsernen und vollkommen überwachbarem Bürger, der wir in einer bargeldlosen Gesellschaft wären, sind die Existenzerhaltung und eine gut funktionierende Wirtschaft vitale Gründe, um der Bargeldabschaffung weiter vehement entgegenzutreten.

Auch Sie können sich wehren: GOLD ist die Währung, die niemand ohne weiteres tatsächlich vom Markt nehmen kann – ohne dass es zu einem Aufstand gibt. Deshalb wird GOLD aktiv bekämpft. GOLD jedoch ist ein Teil des KAMPFES FÜR BARGELD.

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