+++ Paukenschlag: Bayer verkauft Monsanto Anteile von Pestiziden an BASF +++

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Watergate Redaktion 13.10.2017

BASF will Teile des Saatgut- und Pestizidgeschäfts von Bayer kaufen. Der Kaufpreis beträgt rund 6 Milliarden Euro. Das Geschäft kommt im Zuge der Monsanto Übernahme durch den Chemie-Konzern Bayer zustande. Die südafrikanische Wettbewerbsbehörde hatte den Verkauf der Anteile als Auflage der Mega-Fusion als Bedingung gestellt. Der Deal mit BASF soll aber nur stattfinden, wenn Bayer die Übernahme des Agro-Chemie-Konzerns Monsanto gelingt. Bayer Chef Werner Baumann teilte mit, aktiv auf Regulierungsbehörden zuzugehen, um die Monsanto Übernahme zu ermöglichen.

Die EU-Kommission hatte zuvor angekündigt, die Mega-Fusion prüfen zu wollen. Bayer will die Übernahme bis Ende des Jahres abschließen. Mit der Fusion wird Bayer zum Weltmarktführer der Agrochemie. BASF erhält mit der Übernahme der Unternehmensanteile auch das Pestizid „Libertylink“, das ein Alternativprodukt zum Glyphosat-Pestizid „Roundup“ ist. Die Übernahme des US-amerikanischen Konzerns Monsanto ist wegen des Glyphosat Skandals umstritten. Mit dem von Monsanto weltweit meistverkauften Produkt machte das Unternehmen jahrzehntelang gute Geschäfte.

Bürgerinitiativen, Umweltschutzverbände und Wissenschaftler warnen schon lange vor Glyphosat. Unabhängige Studien bewiesen bereits mehrfach, dass Glyphosat die Gesundheit unwiederbringlich schädigt, die Biodiversität zerstört und Insekten und andere Wildtiere ausrottet. In den USA klagen zahlreiche Krebspatienten gegen Monsanto. Monsanto wird zudem in Gerichtsakten beschuldigt, die eigens hergestellten Studien manipuliert und das Krebsrisiko bewusst vertuscht zu haben. Monsanto weist die Vorwürfe nach wie vor zurück.

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